Diebe plündern nach Flut-Katastrophe bei Betroffenen: Drei Verdächtige in U-Haft

Düsseldorf/Eschweiler – Nach Plünderungen im vom Unwetter getroffenen Eschweiler bei Aachen sitzen drei Verdächtige in Untersuchungshaft.

Wie in Leichlingen sieht es vielerorts in NRW aus, wo das Hochwasser für Schäden gesorgt hat. Plünderer haben sich das zu Nutzen gemacht.
Wie in Leichlingen sieht es vielerorts in NRW aus, wo das Hochwasser für Schäden gesorgt hat. Plünderer haben sich das zu Nutzen gemacht.  © Roberto Pfeil/dpa

Das erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) am Sonntag in einer vorab aufgezeichneten Fernsehansprache im WDR.

Eschweiler ist besonders hart von den Auswirkungen des Hochwassers betroffen.

"Es macht mich daher wütend, wenn ich höre, dass gerade jetzt Menschen in ihre verwüsteten Häuser zurückkehren und feststellen, dass Plünderer das wenige gestohlen haben, was ihnen noch geblieben ist", sagte Laschet.

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Als Konsequenz aus der Hochwasserkatastrophe forderte der Unions-Kanzlerkandidat mehr Vorsorge gegen Extremwetter.

"Wir müssen Dämme bauen, Rückhaltebecken, Wasserreservoirs, Flächen renaturieren - Schutz nicht nur am Rhein, sondern auch an den großen und den vielen kleinen Flüssen überall im Land", sagte Laschet.

"Kurz: Natur, Umwelt, Leib und Leben schützen - quasi das Immunsystem unserer Heimat stark machen, damit wir besser gegen Wetterextreme gewappnet sind."

Die Häufigkeit und die Wucht solcher Katastrophen seien auch eine Folge des Klimawandels, bekräftigte Laschet. "Den müssen wir hier und weltweit schneller und konsequenter bekämpfen. Das Klima gewährt keinen Aufschub."

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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