Bäcker und Fleischer haben es immer schwerer in NRW

Düsseldorf – Auch im vergangenen Jahr haben in Nordrhein-Westfalen wieder zahlreiche traditionelle Bäckereien und Fleischereien aufgegeben.

Brötchen auf dem Fließband in einer Großbäckerei in Ratingen kommen aus dem Ofen.
Brötchen auf dem Fließband in einer Großbäckerei in Ratingen kommen aus dem Ofen.  © Achim Scheidemann/dpa

Nach Zahlen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks sank die Zahl der in der Handwerksrolle eingetragenen Bäckereien um 88 auf 1543. 

Im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es ohnehin vergleichsweise wenige kleine Bäckereien. In Bayern gab es Ende vergangenen Jahres noch 2292 Betriebe.

Ähnlich war die Entwicklung in Fleischereihandwerk. Die Zahl der Metzgereien in NRW ging 2019 um 60 auf 1604 zurück. 

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Konkurrenz von Discountern und Supermärkten, aber auch Fachkräfte- und Nachwuchsmangel belasten die beiden großen Zweige des Lebensmittelhandwerks. 

Bundesweit gab es Ende 2019 noch 10.491 Bäckereien und 12.552 Fleischereien.

Corona-Krise trifft Betriebe unterschiedlich hart

Fleischwurst liegt in einer Kölner Metzgerei in der Auslage.
Fleischwurst liegt in einer Kölner Metzgerei in der Auslage.  © Oliver Berg/dpa

Welche Folgen die Corona-Krise hat, hängt nach Einschätzung von Branchenverbänden insbesondere vom Geschäftsmodell der Betriebe ab. 

Der kleine Dorfbäcker, der überwiegend Brot und Brötchen anbietet, dürfte nur einen relativ geringen Umsatzrückgang verzeichnen, sagte Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. "Bäckern, die Catering anbieten oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg.

Im Fleischerhandwerk wird die Lage ähnlich eingeschätzt. "Fleischereien, die hauptsächlich über die Theke verkaufen und gut erreichbar sind, können derzeit eher Umsatzzuwächse verzeichnen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutsche Fleischer-Verbandes, Martin Fuchs. 

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"Liegen die Betriebe in 'leer gefegten' Stadtlagen oder haben sie einen hohen Catering-Anteil, dann müssen erhebliche Umsatzeinbußen getragen werden."

Titelfoto: Achim Scheidemann/dpa

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