Falsche Medikamente wurden für fünf Patienten in NRW zum tödlichen Verhängnis

Düsseldorf – Falsche Medikamente haben bei mindestens 17 von 8079 überprüften Behandlungen in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen zu schweren medizinischen Folgen geführt. 

Zwischen 2014 und 2018 sind in NRW-Krankenhäusern fünf Patienten wegen falscher Medikamente gestorben. (Symbolbild)
Zwischen 2014 und 2018 sind in NRW-Krankenhäusern fünf Patienten wegen falscher Medikamente gestorben. (Symbolbild)  © Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa

Die Patienten kamen auf die Intensivstation oder hatten chronische Folgeschäden. Bei 5 der 17 Fälle in den Jahren 2014 bis 2018 starben die Patienten.

Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Alexander Langguth hervor, die der NRW-Landtag veröffentlich hat.

Für die Antwort auf die Anfrage des früheren AfD-Abgeordneten wertete die Landesregierung Patientenbeschwerden aus, die an die Gutachterkommissionen der Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe gerichtet waren.

Die Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Im August 2020 war in Bielefeld ein Patient in einem Krankenhaus gestorben, weil er irrtümlich ein für seinen krebskranken Zimmernachbarn gedachtes Medikament erhalten hatte.

Polizei und Staatsanwalt ermitteln noch in der Sache.

Titelfoto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa

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