NRW-Mieter zahlen überdurchschnittlich viel fürs Heizen

Düsseldorf/Essen – Die kalte Jahreszeit ist im Anmarsch und Mieter müssen immer tiefer in die Taschen greifen, um es warm zu haben. Besonders die Haushalte in Nordrhein-Westfalen geben überdurchschnittlich viel Geld für das Heizen ihrer Wohnungen aus.

In Nordrhein Westfalen wurde 2019 überdurchschnittlich viel Energie fürs Heizen ausgegeben. Zusätzlich sind die Heizkosten gestiegen.
In Nordrhein Westfalen wurde 2019 überdurchschnittlich viel Energie fürs Heizen ausgegeben. Zusätzlich sind die Heizkosten gestiegen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Im vergangenen Jahr waren es einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge im Schnitt 8,54 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – 19 Cent mehr als 2018.

Der bundesdeutsche Durchschnitt lag der Untersuchung zufolge bei 7,80 Euro.

Nur in Rheinland-Pfalz (8,61 Euro) und dem Saarland (9,72 Euro) waren die Heizkosten je Quadratmeter und Jahr noch höher. Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Heizkosten in Sachsen mit 6,58 Euro.

Das DIW hatte Heizkostenabrechnungen des Essener Energiedienstleisters Ista für 300.000 Mehrparteienhäuser ausgewertet. Dabei kam heraus, dass die Haushalte in Deutschland im vergangenen Jahr zwar weniger geheizt, wegen gestiegener Energiepreise aber mehr für die warme Wohnung bezahlt haben.

Die durchschnittlichen Heizkosten der Mieter 2019 steigen demnach um 2,4 Prozent.

Die NRW-Haushalte verbrauchten zudem überdurchschnittlich viel Energie fürs Heizen. Im vergangenen Jahr waren es laut DIW-"Wärmemonitor" 141,1 Kilowattstunden je Quadratmeter beheizter Wohnfläche. Der Bundesschnitt betrug 130 Kilowattstunden.

Auch innerhalb Nordrhein-Westfalens gibt es deutliche Unterschiede beim Heizen. Spitzenreiter ist Düsseldorf mit 147,1 Kilowattstunden.

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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