Streik Extrem in NRW: Busse, Bahnen, Kitas und Krankenhäuser betroffen

Düsseldorf – Im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi für Dienstag Beschäftigte im Nahverkehr, in Krankenhäusern, Kitas und Stadtverwaltungen zu Warnstreiks aufgerufen. 

Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen aufgerufen.
Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen aufgerufen.  © Oliver Berg/dpa

Mit dem landesweiten Aktionstag in Nordrhein-Westfalen wolle die Gewerkschaft ihren Tarifforderungen Nachdruck verleihen, sagte eine Verdi-Sprecherin.

In Dortmund, Essen und Köln sollen überregionale Streikversammlungen stattfinden.

Einer der Schwerpunkte der Warnstreiks wird der öffentliche Nahverkehr in NRW sein, der flächendeckend ganztägig bestreikt werden soll.

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Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen bei einer einjährigen Laufzeit 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt schrittweise Lohnerhöhungen von insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

Bereits am Montag waren zahlreiche Busse und Bahnen in großen Teilen Nordrhein-Westfalens wegen Streiks ausgefallen (TAG24 berichtete).

Update, 7.24 Uhr: Streiks wie geplant angelaufen

Die Warnstreiks sind wie geplant überall im Land angelaufen, wie eine Verdi-Sprecherin am Morgen mitteilte. Wie viele Menschen in den Ausstand getreten sind, war aber zunächst unklar. 

Bislang haben sich laut Verdi in Nordrhein-Westfalen mehr als 50.000 Menschen an den Warnstreiks beteiligt. Im Land sind demnach mehr als 550.000 Tarifbeschäftigte von den Verhandlungen betroffen.

Update, 13.05 Uhr: Verdi zieht Fazit

In diesem Bereich legten nach Angaben der Gewerkschaft am Dienstag rund 13.000 Beschäftigte bei den Verkehrsverbünden die Arbeit nieder.

"Wir ziehen ein zufriedene Fazit", sagte Peter Büddicker vom Landesfachbereich Verkehr bei Verdi am Mittag.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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