Neues Gifttier-Gesetz in NRW: Was jetzt verboten ist

Düsseldorf – Der NRW-Landtag hat am Mittwoch eines neues Gifttier-Gesetz beschlossen. Es soll ab dem 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Der Kauf bestimmter Gifttiere ist ab 2021 in NRW verboten (Symbolbild).
Der Kauf bestimmter Gifttiere ist ab 2021 in NRW verboten (Symbolbild).  © Diego Azubel/EPA/dpa

Der Landtag hat mit den Stimmen der Koalition aus CDU und FDP ein neues Gifttiergesetz für NRW beschlossen. 

Das Gesetz verbietet den Kauf bestimmter gefährlicher Schlangen, Spinnen oder Skorpione. Wer bereits solche Tiere hält, muss künftig strenge Vorgaben erfüllen. Das Gesetz gilt zunächst für fünf Jahre.

Unter anderem müssen Halter künftig alle ihre giftigen Tiere bei den Behörden melden, ein Führungszeugnis vorlegen und ab Mitte 2021 auch eine hohe Haftpflichtversicherung vorweisen. Letztere soll Kosten auffangen, die zum Beispiel beim Entweichen eines Tieres entstehen. 

Anlass war eine Monokelkobra, die im vergangenen Jahr in Herne entwischt war. Ein Häuserkomplex musste für Tage evakuiert werden (TAG24 berichtete).

Verstöße gegen das neue Gesetz sollen teuer werden: bis zu 50.000 Euro oder gar zwei Jahre Haft drohen, wenn man zum Beispiel ein Gifttier aussetzt. Schlangenhalter und deren Interessensverband hatten die Novelle kritisiert. Die kommunalen Spitzenverbände dagegen begrüßten das Gesetz grundsätzlich.

Gesetz wird vorerst auf fünf Jahre begrenzt

Das Gesetz wurde auf den letzten Drücker noch auf fünf Jahre begrenzt, um es dann zu bewerten. "Wegen der erheblichen Unsicherheit über die Zahl der in Nordrhein-Westfalen gehaltenen sehr giftigen Tiere" sei es wichtig, nach den ersten drei bis vier Jahren Bilanz zu ziehen, so die Koalition.

Den beschlossenen Wortlaut des Gifttiergesetzes finden Ihr hier.

Titelfoto: Diego Azubel/EPA/dpa

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