NRW-Polizei tanzt zu Pop-Musik: Land muss dafür stolze Summe blechen

Düsseldorf – Polizisten tanzen auf Social-Media-Plattformen zu Chartmusik: Dafür musste das nordrhein-westfälische Innenministerium nun genau 2675 Euro an Lizenzgebühren an Warner Music zahlen.

Beamte der NRW-Polizei im Märkischen Kreis tanzen in einem Video im Rahmen der "Jerusalema Challenge".
Beamte der NRW-Polizei im Märkischen Kreis tanzen in einem Video im Rahmen der "Jerusalema Challenge".  © Polizei Märkischer Kreis/dpa

Hintergrund der ungewöhnlichen Aktion ist die sogenannte "Jerusalema Challenge". Bei dieser tanzen Rettungskräfte, Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten oder Bürogemeinschaften zu dem eingängigen Song der südafrikanischen Künstler DJ Master KG und Nomcebo Zikode.

Ein Ministeriums-Vertreter verdeutlichte im Innenausschuss des Landtags, dass sich das Projekt trotz Lizenzgebühren rentiert habe.

Allein das Video der Polizei im Märkischen Kreis, bei dem unter anderem die Spurensicherung zu dem Pop-Song tanzte, habe fast 10 Millionen Menschen erreicht. Das sei ein riesiger Social-Media-Erfolg für eine Behörde.

Die SPD im Landtag hatte nach den Lizenzgebühren gefragt, nachdem entsprechende Forderungen von Warner Music bekannt geworden waren. Der Ministeriums-Vertreter betonte, dass es sich bei der Summe nicht um "Straf- oder Mahngebühren" gehandelt habe.

Für andere Musik habe das Land Rahmenverträge - die gälten aber nicht für Chartmusik. Die müsse "gesondert bei dem Rechteinhaber gekauft werden".

Das Erfolgs-Video aus NRW

Die Internet-Videos sollen Hoffnung in der Corona-Pandemie machen. Warner Music war nachträglich in vielen Fällen in Lizenzgebührenverhandlungen eingetreten und dafür im Internet vielfach kritisiert worden.

Titelfoto: Polizei Märkischer Kreis/dpa

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