So viele Prostituierte gibt es in NRW

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen waren Ende des vergangenen Jahres 9472 Sex-Arbeiter nach dem Prostituiertenschutzgesetz gemeldet.

Das Prostitutionsgewerbe leidet stark unter der Corona-Pandemie. (Fotomontage)
Das Prostitutionsgewerbe leidet stark unter der Corona-Pandemie. (Fotomontage)  © 123RF/Anne Jose Kan / 123RF/Lightfieldstudios

Das zeigt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes am Mittwoch in Düsseldorf.

Aus den Daten geht auch hervor, dass nur etwa 2200 der Prostituierten die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Prostituierten sind rumänischer Nationalität und weitere 16,5 Prozent haben die bulgarische Staatsangehörigkeit.

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Ebenfalls 48 Prozent der betroffenen Personen sind laut Statistik unter 30 Jahre alt – davon 6,2 Prozent zwischen 18 und 20 Jahren.

Insgesamt waren Ende 2019 348 Prostitutionsgewerbe offiziell angemeldet – deutlich mehr als im Vorjahr.

Dabei handelt es sich in 300 Fällen um Bordelle, aber auch 18 Prostitutionsvermittlungen und 30 Prostitutionsfahrzeuge besaßen eine gültige Erlaubnis.

Das Prostitutionsgewerbe ist von den aktuellen Corona-Einschränkungen stark betroffen und hat mit heftigen Verlusten zu kämpfen.

In NRW mussten Bordelle wegen der hohen Infektionsgefahr schließen. Auch ist bislang unklar, wann die betroffenen Etablissements wieder öffnen dürfen.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Corona-Krise die Prostitutionszahlen im Jahr 2020 beeinflussen werden.

Titelfoto: 123RF/Anne Jose Kan / 123RF/Lightfieldstudios

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