Strompreise in NRW: In der Stadt ist es billiger

Düsseldorf – Bei ihren Stromkosten müssen in Nordrhein-Westfalen Haushalte auf dem Land etwas tiefer in die Tasche greifen als Verbraucher in den Städten.

An einem Stromzähler werden die bisher verbrauchten Kilowattstunden eines privaten Abnehmers angezeigt (Archivbild).
An einem Stromzähler werden die bisher verbrauchten Kilowattstunden eines privaten Abnehmers angezeigt (Archivbild).  © Jens Wolf/ZB/dpa

Nach Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check24 ist im Durchschnitt Strom auf dem Land etwa 2 Prozent teurer als in der Stadt. 

Das mache bei einem Jahresverbrauch von 4250 Kilowattstunden eine Differenz von knapp 27 Euro aus.

In anderen Bundesländern ist der Abstand größer. 

Den höchsten Preisunterschied gebe es in Mecklenburg-Vorpommern, wo Haushalte auf dem Land für 4250 Kilowattstunden durchschnittlich 117 Euro mehr zahlten als in der Stadt. Das sei ein Preisplus von 9 Prozent. 

In Schleswig-Holstein müssten Haushalte im ländlichen Raum knapp 80 Euro mehr zahlen. Nur in Hessen und Thüringen ist Strom der Analyse zufolge in der Stadt leicht teurer.

Ein Grund für die Preisunterschiede seien die Netznutzungsentgelte, betonen die Marktbeobachter von Check24. Sie machen rund ein Viertel des Strompreises aus. In weniger stark bewohnten Gebieten würden die Kosten auf weniger Einwohner verteilt und fielen deshalb pro Haushalt höher aus. 

Nordrhein-Westfalen gehörte nach Angaben der Bundesnetzagentur 2019 zu den Bundesländern mit den niedrigsten Netzkosten.

Titelfoto: Jens Wolf/ZB/dpa

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