"Nacht der 1000 Lichter" erinnert an tödliches Loveparade-Unglück

Duisburg – Bei einer "Nacht der 1000 Lichter" ist am Donnerstagabend in Duisburg der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks vor zehn Jahren gedacht worden.

Kerzen auf denen das Datum der Loveparade (24.07-2010) und Kreuze zu sehen sind, stehen im Tunnel der Karl-Lehr-Straße.
Kerzen auf denen das Datum der Loveparade (24.07-2010) und Kreuze zu sehen sind, stehen im Tunnel der Karl-Lehr-Straße.  © Fabian Strauch/dpa

An der Gedenkstätte am Unglücksort wurden dabei rund 1000 Grablichter entzündet. 

Viele waren mit Gedenkworten beschrieben. "Es tut noch weh", stand auf einer Kerze.

Die "Nacht der 1000 Lichter" findet traditionell am Vorabend des Jahrestages statt. Am 24. Juli 2010 waren am einzigen Ein- und Ausgang der Technoparade 21 Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren erdrückt worden. 

Für ihre Angehörigen war am Abend eine nichtöffentliche Andacht geplant. Die meisten Angehörigen der Opfer aus dem Ausland konnten nach Angaben der Loveparade-Stiftung wegen Corona diesmal nicht kommen. So gab es Absagen von Angehörigen aus Australien, China, Italien und Spanien.

Mindestens 652 Loveparade-Besucher wurden damals verletzt. Einige von ihnen leiden bis heute körperlich und seelisch unter den Folgen. 

Am Freitag, dem eigentlichen Jahrestag, gibt es am frühen Abend eine Gedenkveranstaltung an einem Mahnmal in der Nähe der Gedenkstätte.

Laschet: Loveparade-Katastrophe erschütterte das ganze Land

Im stillen Gedenken an die Opfer des Loveparade-Unglücks zünden Menschen Kerzen an der Gedenkstätte und dem Tunnel an der Karl-Lehr-Straße am Vorabend des Jahrestages an.
Im stillen Gedenken an die Opfer des Loveparade-Unglücks zünden Menschen Kerzen an der Gedenkstätte und dem Tunnel an der Karl-Lehr-Straße am Vorabend des Jahrestages an.  © Fabian Strauch/dpa

"Die schrecklichen Ereignisse bei der Loveparade vor zehn Jahren haben das ganze Land erschüttert und in Trauer versetzt", erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) laut einer Mitteilung zum Jahrestag. 

"Ein Tag, an dem junge Menschen fröhlich gemeinsam feiern wollten, endete in einer furchtbaren Katastrophe, in einem Albtraum, aus dem viele Menschen nicht befreit werden konnten - manche bis heute nicht." 

Am Jahrestag sei man in Gedanken und Gebeten bei den Opfern und fühle mit den Angehörigen, die geliebte Menschen verloren hätten.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0