Echte Seltenheit: Männliche Erzieher in NRW-Kitas weiter Mangelware

Düsseldorf - Männliche Erzieher sind in nordrhein-westfälischen Kitas immer noch eine Seltenheit.

In zwei von drei Kitas ist gar keine männliche Fachkraft beschäftigt. Der Trend geht aber in die richtige Richtung. (Symbolfoto)
In zwei von drei Kitas ist gar keine männliche Fachkraft beschäftigt. Der Trend geht aber in die richtige Richtung. (Symbolfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nur gut 7200 Männer, aber 117.355 Frauen arbeiteten zum Stichtag 1. März 2020 in einer Kindertageseinrichtung als pädagogische Fachkräfte, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervorgeht.

Der Männer-Anteil stieg demnach seit 2018 um 0,9 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Der Anstieg entspreche dem Bundesdurchschnitt. In zwei von drei Kitas ist gar keine männliche Fachkraft beschäftigt.

Der Anteil der männerlosen Kitas sank aber immerhin von 73,6 Prozent im Jahr 2017 auf 65 Prozent in 2020.

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"Wir haben immer noch zu wenig männliche Erzieher in unseren Kitas", erklärte der familienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dennis Maelzer (41).

Immerhin gebe es inzwischen in jeder dritten Kita mindestens eine männliche pädagogische Fachkraft.

Das sei ein Schritt in die richtige Richtung, dürfe aber nicht zufriedenstellen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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