Explosion in Leverkusener Chempark: Schadstoff-Liste für Donnerstag angekündigt

Leverkusen - Gut eine Woche nach der Explosion in einer Sondermüllverbrennungsanlage in Leverkusen mit mindestens sechs Toten sollen die Resultate der Schadstoffprüfung bekannt gemacht werden.

Am 27. Juli 2021 hatte es eine schwere Explosion im Chempark Leverkusen gegeben.
Am 27. Juli 2021 hatte es eine schwere Explosion im Chempark Leverkusen gegeben.  © Oliver Berg/dpa

"Die Ergebnisse erwarten wir für Donnerstag", sagte Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (55, CDU) der Rheinischen Post.

Das Ergebnis soll den Anwohnern Klarheit bringen, ob giftige Stoffe freigesetzt wurden.

Erste Messungen in den umliegenden Wohngebieten hatten eine geringe Schadstoffbelastung ergeben.

Synagoge in Hagen: 16-Jähriger bestreitet Anschlagspläne - Freilassung noch heute?
Nordrhein-Westfalen Synagoge in Hagen: 16-Jähriger bestreitet Anschlagspläne - Freilassung noch heute?

Bei dem Unglück waren mindestens sechs Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Ein Mensch wird noch vermisst.

Als Lehre aus dem Unglück forderte Heinen-Esser mehr Eigenständigkeit für das Lanuv, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, das ihrem Ministerium nachgeordnet ist.

Bislang dürfe das Lanuv erst nach Aufforderung aktiv werden.

Schnellere Proben gefordert

Es wird im Rahmen der Amtshilfe aktiv und etwa von Feuerwehr, Kommunen oder Bezirksregierung angefordert.

"Bei solchen Großereignissen sollten die Einsatzteams zur Luftmessung auch ohne Aufforderung rausfahren dürfen, um die Proben zu nehmen", sagte die Ministerin.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen: