Finanzspritze nicht mehr so gefragt: Immer weniger BAföG-Empfänger in NRW

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen beziehen immer weniger Schülerinnen und Schüler sowie Studierende Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

Der durchschnittliche monatliche Förderbetrag nach dem BAföG stieg in NRW im Jahr 2020 auf 544 Euro und lag damit um 11,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Der durchschnittliche monatliche Förderbetrag nach dem BAföG stieg in NRW im Jahr 2020 auf 544 Euro und lag damit um 11,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.  © Marcus Brandt/dpa

Im Jahr 2020 gab es nach Angaben des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) vom Mittwoch 152.088 Leistungsempfänger. Damit lag die Zahl um 5,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Statistiker verzeichneten zum siebten Mal hintereinander einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

74 Prozent der BAföG-Empfänger in NRW waren im Jahr 2020 Studierende (112.247) - 5410 (4,6 Prozent) weniger als 2019. 39.841 Mal wurden Schülerinnen und Schüler finanziell unterstützt. Das entspricht einem Rückgang von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der durchschnittliche monatliche Förderbetrag stieg im Jahr 2020 hingegen auf 544 Euro und lag damit um 11,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Studierende wurden mit durchschnittlich 567 Euro, Schülerinnen und Schüler mit 473 Euro unterstützt.

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Insgesamt betrug der finanzielle Aufwand der BAföG-Leistungen in NRW im vergangenen Jahr rund 668 Millionen Euro und lag damit um 10,5 Prozent höher als 2019.

Während die Studierenden mit Darlehen oder Zuschüssen gefördert wurden, bezogen Schülerinnen und Schüler die Leistungen ausschließlich als Zuschuss.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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