Flutschäden in NRW gefährden Lieferketten - Pinkwart glaubt bei Hilfepaket nicht an Betrug

Düsseldorf - Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen sieht der Wirtschaftsminister einzelne Lieferketten gefährdet.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (60, FDP) glaubt nicht, dass es bei dem Soforthilfepaket zu ähnlichen Betrugsfällen kommt, wie bei den Corona-Hilfen.
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (60, FDP) glaubt nicht, dass es bei dem Soforthilfepaket zu ähnlichen Betrugsfällen kommt, wie bei den Corona-Hilfen.  © Marcel Kusch/dpa

Einige Gewerbebetriebe in stark getroffenen Regionen könnten wegen der Hochwasserschäden nicht mehr produzieren, sagte Andreas Pinkwart (60, FDP) am Freitag im "Morgenecho" auf WDR 5.

In anderen Fällen sei zwar Produktion, aber kein Transport mehr möglich. So gebe es etwa in Hagen viele Stahl- und Schwerindustrie-Unternehmen, die Tausende Tonnen Edelstahl nicht mehr per Bahn abtransportieren könnten, weil die Strecken beschädigt seien.

Die NRW-Landesregierung will betroffene Privatleute und Betriebe der Katastrophe mit einem Soforthilfepaket von 200 Millionen Euro schnell und unkompliziert unterstützen.

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Auf die Frage nach dem Betrugsrisiko - ähnlich wie es bei den Corona-Hilfen vorgekommen war - sagte Pinkwart, er glaube, dass nur wirklich in Not geratene Menschen das Geld beantragen werden. "Davon sind wir fest überzeugt."

Bürger, die in Existenznot stecken, können 1500 Euro pro Haushalt erhalten und zusätzlich 500 Euro für jede weitere Person. Insgesamt werden maximal 3500 Euro pro Haushalt ausgezahlt.

Für eine beschädigte Betriebsstätte können Leistungen von 5000 Euro abgerufen werden - das gilt auch für Land- und Forstwirtschaft und freie Berufe.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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