Forscher entdecken Riesenkristalle in NRW-Höhle

Engelskirchen/NRW – Höhlenforscher haben in der neu entdeckten "Windloch"-Höhle im Bergischen Land riesige Kristalle gefunden.

Das Bild zeigt Riesenkristallformen im Höhlensystem Windloch.
Das Bild zeigt Riesenkristallformen im Höhlensystem Windloch.  © Gero Steffens Bergbau-Museum/Arbeitskreis Kluterthöhle/dpa

Die korallenförmigen Aragonit-Ablagerungen - sogenannte Eisenblüten - hätten teilweise einen Durchmesser von mehr als 1,20 Metern, teilten der "Arbeitskreis Kluterthöhle" (AKKH) und die Stadt Engelskirchen am Mittwoch mit.

Dies sei im Vergleich zu anderen europäischen Höhlen außergewöhnlich groß.

Die AKKH-Forscher haben nach eigenen Angaben inzwischen Gänge mit einer Gesamtlänge von 7300 Metern vermessen. Damit habe das "Windloch" nun einen Platz unter den "Top Ten" der größten deutschen Höhlen erklommen. 

Die Atta-Höhle im Sauerland, die bis vor kurzem noch als größte Höhle in NRW galt, ist 6670 Meter lang.

Die Forscher hatten das "Windloch" bei Engelskirchen erst im März 2019 entdeckt (TAG24 berichtete). In den verwinkelten Gängen fanden sie bereits zahlreiche Gesteinsformationen, die nach Schätzungen wahrscheinlich etwa 390 Millionen Jahre alt sind. 

Die Erkundung der Höhle, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden soll, ist noch nicht abgeschlossen.

Titelfoto: Gero Steffens Bergbau-Museum/Arbeitskreis Kluterthöhle/dpa

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