Für 11 Millionen Euro: Autobahnpolizei NRW bekommt 180 neue Kleinbusse

Düsseldorf - Für elf Millionen Euro bekommt die Polizei in Nordrhein-Westfalen einen neuen Fuhrpark. Bis Ende 2023 werden 180 Mercedes Benz Vito an die fünf Autobahnpolizeibehörden Köln, Dortmund, Münster und Bielefeld ausgeliefert.

Der Mercedes Benz Vito wird das neue Auto für die Autobahnpolizei Köln, Düsseldorf, Dortmund, Münster und Bielefeld.
Der Mercedes Benz Vito wird das neue Auto für die Autobahnpolizei Köln, Düsseldorf, Dortmund, Münster und Bielefeld.  © Henning Kaiser/dpa

Bereits bis Ende dieses Jahres werden 105 der insgesamt 180 Fahrzeuge auf die fünf Behörden aufgeteilt.

Die restlichen 75 Kleinbusse werden bis Ende 2023 geliefert. Innenminister Herbert Reul (68, CDU) ist zufrieden mit dem Entschluss: "Kleinbus statt Kombi - das ist ein Paradigmenwechsel für die Autobahnpolizei."

Wie das Innenministerium mitteilte, hat die Autobahnpolizei schon länger den Wunsch geäußert, den Mercedes Benz Vito in die Flotte mit aufzunehmen. Zu diesem Entschluss kamen die Beamtinnen und Beamten nach einer Testphase.

Reul machte am Donnerstagmorgen bei der Präsentation der neuen Autos deutlich, dass der Mercedes Vito durch seine Größe im Straßenverkehr mehr auffällt als der bislang genutzte, niedrigere Kombi.

"Die Sichtbarkeit ist der größte Vorteil der neuen Fahrzeuge. Denn Sichtbarkeit bringt Sicherheit", erwähnte der Innenminister. "Die Arbeit der Autobahnpolizei ist wegen des hohen Tempos extrem gefährlich. Das Einsatzfahrzeug ist Arbeits- und Schutzraum in einem. Ein größeres Fahrzeug ist ein echtes Sicherheits-Plus."

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (68, CDU) spricht bei der Vorstellung neuer Einsatzfahrzeuge der Autobahnpolizei.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (68, CDU) spricht bei der Vorstellung neuer Einsatzfahrzeuge der Autobahnpolizei.  © Henning Kaiser/dpa

Mit 239 PS über die Autobahn

Und das ist laut Reul wichtig. Die neuen Autobahn-Modelle werden demnach abgewandelt und preschen bald mit 239 PS über die Autobahnen. "So können sich die Polizistinnen und Polizisten schneller - und das heißt in diesem Fall sicherer - in ihren Arbeitsplatz auf der Autobahn einfädeln“, sagte Reul.

Diese Sicherheit wird laut Innenministerium noch unterstützt, indem die LED-Anlage Warnhinweise auf eine größere Heckfläche projizieren kann, mehr Fläche für die bekannte neongelbe Warnfolie verfügbar ist und die Polizeibeamtinnen und -beamten mehr Stauraum für ihre Ausrüstung haben.

Die Ausrüstung der Polizisten ist bei der Vorstellung neuer Einsatzfahrzeuge der Autobahnpolizei auf dem Gelände der Wache der Autobahnpolizei im Kofferraum des neuen "Mercedes Benz Vito 124 Tourer" zu sehen.
Die Ausrüstung der Polizisten ist bei der Vorstellung neuer Einsatzfahrzeuge der Autobahnpolizei auf dem Gelände der Wache der Autobahnpolizei im Kofferraum des neuen "Mercedes Benz Vito 124 Tourer" zu sehen.  © Henning Kaiser/dpa

Mit speziellen Warntafeln auf dem Dach und Seitenkameras können die Beamtinnen und Beamten der Autobahnpolizei Ablenkung durch Smartphones, Raser, Drängler oder falsch gesicherte Ladung besser im Blick behalten. In den Städten in NRW wird der Kleinbus als normales Einsatzfahrzeug abseits der Autobahnen bereits genutzt.

Neue Autobestellungen haben einen Grund

Dass die Polizei eine Reihe neuer Fahrzeuge bestellt, kommt nicht von ungefähr. Die neuen Autos sind eine Folge der gestiegenen Zahl bei den Neueinstellungen.

"Wenn eine Familie Zuwachs bekommt, dann muss ein größeres Auto her. Allein im letzten Jahr haben wir 2660 Kommissaranwärterinnen und -anwärter eingestellt. Deshalb sitzen regelmäßig drei statt zwei Beamte im Streifenwagen und deshalb bekommt die Polizeifamilie jetzt einen Kleinbus", erklärte Innenminister Reul.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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