Gefahrenlage vergrößert: Lauterbach von Lockerungen in NRW überrascht

Von Frank Christiansen

Düsseldorf - SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) hat die weitreichenden Lockerungen der Corona-Auflagen in Nordrhein-Westfalen als verfrüht eingestuft.

Karl Lauterbach (58, SPD) hätte sich die zusätzlichen Lockerungen in Nordrhein-Westfalen erst zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht.
Karl Lauterbach (58, SPD) hätte sich die zusätzlichen Lockerungen in Nordrhein-Westfalen erst zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht.  © Michael Kappeler/dpa

"Wir sind in einer Phase, in der die Fallzahlen wieder steigen und sich der Impffortschritt verlangsamt. Der Zeitpunkt der Lockerungen hat mich überrascht, ich hätte einen späteren Zeitpunkt besser gefunden", sagte Lauterbach am Donnerstag im Radioprogramm WDR 2.

"Ich hätte mich gefreut, wenn wir mit dem Impfen weiter gewesen wären. Nun werden wir im Herbst eine größere Gefahrenlage haben", sagte er weiter. Auf die Frage, wie man sich nun am besten verhalte, antwortete Lauterbach: "So viel wie möglich draußen machen und drinnen vorsichtig sein: Maske tragen und Abstand halten."

Angesichts der niedrigen Coronazahlen unternimmt Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende einen großen Schritt in Richtung Normalität. Ab Freitag gilt eine neue Corona-Schutzverordnung, die eine weitgehende Normalisierung vieler Lebensbereiche vorsieht.

Discos, Kirmes und Volksfeste werden mit kleinen Auflagen wieder erlaubt. In vielen Bereichen fallen zudem Kontaktbeschränkungen, Masken- und Nachverfolgungspflichten.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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