Gelbes "X" vor Ministerium: Greenpeace kämpft weiter für Erhalt von Lützerath

Düsseldorf - Mit einer Aktion vor dem NRW-Wirtschaftsministerium in Düsseldorf hat am Mittwoch die Umweltorganisation Greenpeace den Erhalt des verlassenen Braunkohleorts Lützerath am Rand des Tagebaus Garzweiler gefordert.

Greenpeace-Aktivisten bauen ein gelbes X vor dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium auf.
Greenpeace-Aktivisten bauen ein gelbes X vor dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium auf.  © Federico Gambarini/dpa

Die Teilnehmer stellten ein mehrere Meter hohes Kreuz aus Metall vor dem Ministerium auf. Das X-förmige Objekt steht Greenpeace zufolge für Widerstand.

Greenpeace fordert, dass die Braunkohle unter Lützerath nicht abgebaut wird. Der Tagebau ist in den vergangenen Monaten dicht vor den Ort gerückt. Das Gelände gehört der Bergbaubetreiberin RWE. Aktivisten wollen verhindern, dass der Ort abgebaggert wird.

"Ministerin Neubaur sollte sich klar gegen die Zerstörung von Lützerath stellen und die Menschen und das Klima schützen", erklärte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid in die Richtung von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (45, Grüne).

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"Mit einem Abriss-Moratorium für Lützerath kann die Ministerin das Dorf retten und Hunderte Millionen Tonnen CO2 einsparen", betonte er. An der Aktion nahmen nach Greenpeace-Angaben 15 Menschen teil.

Bereits in der vorigen Woche hatten Umweltaktivisten mit einer Mahnwache und einer symbolischen Sitzblockade vor dem grün-geführten Wirtschafts- und Klimaschutzministerium demonstriert. Ein Bündnis aus Umwelt- und Klimaschutzverbänden erklärte, der Ort solle verteidigt werden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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