Gesundheits-Ministerium: In NRW sollen nur infizierte Kinder in Quarantäne

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen sollen im Fall von Corona-Infektionen in Schulen und Kitas zunächst nur die erkrankten Kinder selbst in Quarantäne.

Die Quarantäne-Reglen ändern sich, aber Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Lüften, Testen und das Tragen von Masken gelten weiterhin in den Schulen von NRW. (Symbolbild)
Die Quarantäne-Reglen ändern sich, aber Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Lüften, Testen und das Tragen von Masken gelten weiterhin in den Schulen von NRW. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Dies teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Düsseldorf mit.

Die geltenden Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Lüften, Testen und das Tragen medizinischer Masken seien weiter einzuhalten. Die notwendigen Erlasse und Änderungsverordnungen sollen bis spätestens Ende der Woche veröffentlicht werden.

Das Ministerium sprach von "Quarantäne-Erleichterungen" und nannte als Beispiel die Infektion eines einzelnen Kindes innerhalb einer Klasse, eines Kurses, einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle. Das Kind werde dann in eine 14-tägige Quarantäne geschickt.

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"Die übrigen Kinder müssen in der Regel nicht in Quarantäne."

Zur Kontrolle werde bei einem Fall in Schulen die Zahl der wöchentlichen Testungen erhöht.

In der Kindertagesbetreuung sollen neben den freiwilligen Selbsttests nach Auftreten eines Infektionsfalls Pflicht-Selbsttests eingeführt werden. Auch SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) hatte sich für mehr Tests in Schulen ausgesprochen.

Einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen

Die Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hatten sich am Montag für einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen ausgesprochen.

Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss. Quarantäneanordnungen seien auf möglichst wenige Personen zu beschränken.

Wie klein oder groß die betroffene Schülergruppe sein soll, die bei einem Corona-Fall in Quarantäne gehen müsste, war dabei offen gelassen worden.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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