Gleiches Geld für alle: SPD-Spitzenkandidat will bei Wahlsieg in NRW Lehrerbesoldung angleichen

Düsseldorf - Im Falle einer Regierungsübernahme nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl im Mai will SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty (53) schnell für eine gerechtere Lehrerbesoldung sorgen.

Eine Lehrerin schreibt während des Unterrichts Worte an eine Tafel.
Eine Lehrerin schreibt während des Unterrichts Worte an eine Tafel.  © Sebastian Gollnow/dpa

Ab dem 2023 beginnenden Schuljahr solle die Eingangsbesoldung A 13 unter einer SPD-geführten Landesregierung für alle greifen, sagte der Chef der Landespartei- und Landtagsfraktion der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

"Ich halte das für ein Gebot der Gerechtigkeit", sagte der frühere NRW-Justizminister. "Das ist notwendig, aber auch finanzierbar", betonte Kutschaty.

"Ich kann heute keinem mehr erklären, dass ein Lehrer an einem Gymnasium mehr verdienen muss als an den anderen Schulen." Erst recht, nachdem die Ausbildung angeglichen worden sei. "Deswegen muss das Einstiegsgehalt für alle Lehrkräfte auch gleich sein."

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Der Oppositionsführer, der bereits signalisiert hatte, dass für ihn in Nordrhein-Westfalen nicht nur eine Koalition aus SPD und Grünen, sondern auch eine Ampel mit der FDP vorstellbar wäre, sagte: "Für uns ist das ganz wichtig, dass das in einen Koalitionsvertrag reinkommt."

Bisher werden in NRW Lehrkräfte an Grund-, Haupt-, Real-, Sekundar-, Gesamt- und Förderschulen schlechter bezahlt als Lehrer der gymnasialen Oberstufe, die mit A 13 monatlich rund 500 Euro brutto mehr verdienen.

SPD will Hürden beim Ausbau der Windkraft wieder einreißen

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (53) spricht bei einer Sitzung des Landtags von Nordrhein-Westfalen.
SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (53) spricht bei einer Sitzung des Landtags von Nordrhein-Westfalen.  © Henning Kaiser/dpa

"Für mich sind Lehrerinnen und Lehrer heute wirkliche Helden, wenn ich sehe, was die alles machen müssen", sagte Kutschaty. Sie müssten unter anderem von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Er versprach außerdem, Hürden beim Ausbau der Windkraft wieder einzureißen, die die schwarz-gelbe Landesregierung aufgebaut habe. "Wir werden die pauschale Abstandsregelung abschaffen", kündigte er für den Fall an, dass er Hendrik Wüst (46, CDU) nach der Wahl als Ministerpräsident ablösen kann.

"Es kann doch nicht sein, dass ich 400 Meter neben einem Kohlekraftwerk wohnen kann, aber einen Kilometer Abstand zu einem Windrad haben muss. Das ist doch unsinnig."

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Das Dreifache der Anlagenhöhe reiche aus und werde im Falle eines Wahlsieges in NRW als Mindestabstand zur Wohnbebauung eingeführt.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa, Henning Kaiser/dpa (Bildmontage)

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