Handy-Empfang hinter dicken Mauern: Land unterstützt 5G-Projekte mit 37 Millionen Euro

Von Wolf von Dewitz

Düsseldorf - Klamotten virtuell anprobieren oder besserer Handy-Empfang hinter dicken Mauern: Das Land NRW stellt Fördermittel über 36,8 Millionen Euro bereit für Technologieprojekte im Mobilfunkstandard 5G.

5G soll es Kunden unter anderem ermöglichen, Klamotten vor der Online-Bestellung mit einer Augmented-Reality-Anwendung virtuell anzuprobieren. (Symbolfoto)
5G soll es Kunden unter anderem ermöglichen, Klamotten vor der Online-Bestellung mit einer Augmented-Reality-Anwendung virtuell anzuprobieren. (Symbolfoto)  © Boris Roessler/dpa

Unternehmen und Forschungseinrichtungen "tragen dazu bei, die digitale Transformation der Wirtschaft in unserem Land weiter zu beschleunigen", erklärte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (60, FDP) am Mittwoch in Düsseldorf.

Ein Gutachter-Gremium hatte 51 eingereichte Projektskizzen beurteilt und 24 Projekte ausgewählt. Es ist bereits die zweite Runde des Landes bei 5G-Fördergeldern, in einem ersten Wurf waren 13 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt 26 Millionen Euro ausgewählt worden.

Nun soll zum Beispiel ein Projekt des Industriekonzerns Saint-Gobain und der Universität Duisburg-Essen angeschoben werden - die Entwickler wollen Antennen in Fensterrahmen integrieren, um den Empfang im Gebäude zu verbessern. Fördersumme: 630.000 Euro.

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In einem anderen Vorhaben beschäftigen sich der Versandhändler Fashion ID, die Hochschule Niederrhein, Vodafone und weitere Partner mit der Frage, wie der neue Funkstandard dem stationären Einzelhandel nützen kann.

5G soll es der Kundschaft hier vor der Online-Bestellung ermöglichen, Klamotten mit einer Augmented-Reality-Anwendung virtuell auszuprobieren. Dadurch soll die Anzahl von Retouren gesenkt werden. 1,1 Millionen Euro liegen hierfür als Fördergeld bereit.

Die anderen geförderten Projekte kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen - es geht zum Beispiel um Transportroboter, Hafenkräne und 360-Grad-Livestreams.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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