Hilfe für Kinder und Jugendliche: NRW-SPD fordert Aufstockung des Corona-Aufholprogramms

Düsseldorf - Die oppositionelle SPD-Fraktion im NRW-Landtag fordert die Aufstockung des bundesweiten Corona-Aufholprogramms für Kinder und Jugendliche durch das Land.

Aktuelle Studien zeigten, dass fast jedes dritte Kind nach mehr als einem Jahr in der Corona-Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten leidet. (Symbolfoto)
Aktuelle Studien zeigten, dass fast jedes dritte Kind nach mehr als einem Jahr in der Corona-Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten leidet. (Symbolfoto)  © Marcel Kusch/dpa

Von den vom Bundeskabinett beschlossenen zwei Milliarden Euro gingen rund 500 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen, sagte der SPD-Schulexperte Jochen Ott (47) am Dienstag in Düsseldorf.

Das Programm sei aber nur ein erster Schritt. Das Geld müsse auch abgerufen werden und dürfe nicht versickern. Es gehe um ein grundsätzliches Umsteuern in den nächsten Jahren, "um die Kinder dort abzuholen, wo sie nach der Pandemie stehen".

Das Geld aus dem Aufholprogramm soll in diesem und nächsten Jahr fließen und die Folgen der Corona-Maßnahmen abfedern. Rund eine Milliarde Euro sollen in Nachhilfe- und Förderprogramme gesteckt werden.

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Eine weitere Milliarde ist für die Aufstockung sozialer Projekte vorgesehen, etwa für Sprachförderung in Kitas und mehr Sozialarbeit an Schulen. Die SPD forderte unter anderem den Einsatz von kommunalen Bildungslotsen, die etwa dabei helfen, Schulabbrüche aktiv zu verhindern.

Auch die Grünen forderten gezielte Hilfe für Kinder und Jugendliche, etwa pandemiegerechte Sportkurse und Jugendtreffs sowie einen Stufenplan für Präsenzangebote der Jugendhilfe. "Kinder und Jugendliche brauchen endlich mehr Unterstützung und Gehör in der Krise", sagte Grünen-Fraktionschefin Josefine Paul (39).

Aktuelle Studien zeigten, dass fast jedes dritte Kind nach mehr als einem Jahr in der Corona-Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten leide.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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