Historisch magere Wahlbeteiligung in NRW: Chef der Bundeszentrale fürchtet Trend

Berlin - Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger (62), zeigt sich angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl besorgt.

Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen war am Sonntag mit 55,5 Prozent "historisch niedrig".
Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen war am Sonntag mit 55,5 Prozent "historisch niedrig".  © Oliver Berg/dpa

"Wenngleich wir beobachten, dass das Informationsinteresse vor den Wahlen - etwa beim Wahl-O-Mat - nach wie vor groß ist, so macht mir die sinkende Wahlbeteiligung großen Kummer", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen am Sonntag sei mit 55,5 Prozent "historisch niedrig" gewesen.

"Die aktive Teilnahme an den Wahlen ist wichtig, und politische Bildung muss hier hoch alarmiert sein", betonte Krüger. Ein jahrelanger Trend, dass gerade jüngere Wählerinnen und Wähler häufiger nicht zur Wahl gingen, lasse nichts Gutes erwarten.

"Denn wer als jüngerer Mensch nicht wählen geht, der tut das später dann oft auch nicht", meinte er. Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung wie der Wahl-O-Mat hätten daher zum Ziel, den Wählerinnen und Wählern das Wahlrecht, "so schmackhaft wie möglich zu machen".

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Es gehe darum, Inhalte zur politischen Bildung so zu gestalten und zu platzieren, dass sie die Menschen erreichten.

Bürger können sich per Wahl-O-Mat online über die Wahlprogramme der Parteien informieren und diese miteinander vergleichen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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