Hochwasser: Bislang 217 Millionen Euro Soforthilfe in NRW auf den Weg gebracht

Düsseldorf - Drei Wochen nach dem verheerenden Hochwasser sind nach Angaben der Landesregierung rund 217 Millionen Euro als Soforthilfe auf dem Weg zu geschädigten Privatleuten, Kommunen und Unternehmen.

Armin Laschet (60, CDU, l.), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Olaf Scholz (63, SPD), Bundesfinanzminister, hatten am Dienstag Stolberg bei Aachen besucht.
Armin Laschet (60, CDU, l.), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Olaf Scholz (63, SPD), Bundesfinanzminister, hatten am Dienstag Stolberg bei Aachen besucht.  © Marius Becker/dpa-Pool/dpa

Die Kommunen hätten mehr als 140 Millionen Euro zur Bewilligung von Bürgeranträgen erhalten, berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Angaben der Staatskanzlei.

Land und Bund haben zusammen 400 Millionen Euro als Soforthilfe zugesagt.

Bürger, die in Existenznot stecken, können 1500 Euro pro Haushalt erhalten und zusätzlich 500 Euro für jede weitere Person.

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Insgesamt werden maximal 3500 Euro pro Haushalt ausgezahlt. Das Geld soll beim akuten Bedarf helfen, etwa an Nahrungsmitteln und Kleidung.

65 Millionen Euro für Städte und Gemeinden seit Juli

Ein überspültes Ortsschild von Euskirchen beim Hochwasser.
Ein überspültes Ortsschild von Euskirchen beim Hochwasser.  © David Young/dpa

Für besonders vom Hochwasser betroffene Städte und Gemeinden stehen 65 Millionen Euro bereits seit Mitte Juli zur Verfügung, wie ein Sprecher der Staatskanzlei bestätigte.

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (60, FDP) hat die nordrhein-westfälische Landesregierung zudem bislang 12,5 Millionen Euro Soforthilfe für betroffene Unternehmen bereitgestellt.

Das Geld sei in der ersten Woche des Programms an die Städte und Gemeinden überwiesen worden. "Damit haben wir den Kommunen die Mittel für alle gemeldeten Anträge bereitgestellt", sagte der FDP-Politiker.

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Mit Unternehmen, Verbänden und der NRW.Bank werde zudem an passgenauen Finanzierungslösungen für die nächsten Wochen und Monate gearbeitet.

Außerdem liefen Vorarbeiten für ein Aufbauprogramm, zu dem sich Nordrhein-Westfalen eng mit dem Nachbarland Rheinland-Pfalz abstimme.

Titelfoto: Marius Becker/dpa-Pool/dpa

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