Hotels erwägen Schließung im Winter, Kosten für Energie nicht mehr tragbar

Neuss - Weil die Energiekosten durch die Decke gehen, erwägen einige Gastwirte und Hoteliers in Nordrhein-Westfalen eine zeitlich befristete Schließung.

Patrick Rothkopf (52), Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes NRW, fordert einen "Energierettungsschirm für den Mittelstand".
Patrick Rothkopf (52), Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes NRW, fordert einen "Energierettungsschirm für den Mittelstand".  © Sebastian Gollnow/dpa

Es werde in der Branche "auch darüber nachgedacht, ob es wirtschaftlich notwendig werden könnte, den Betrieb über die Wintermonate zu schließen", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) NRW, Patrick Rothkopf (52), der dpa.

Kostensteigerungen bei der Energie von mehreren Hundert Prozent ließen sich "weder einsparen noch über Preisanpassungen weitergeben". Unlängst hatte ein Duisburger Hotelier der "WAZ" gesagt, dass er wegen der Energiekosten im Winter zumacht.

Dehoga-Regionalpräsident Rothkopf berichtete von einer wachsenden Unsicherheit im Gastgewerbe bezüglich der Ausgestaltung staatlicher Hilfsmaßnahmen. Er appellierte an die Politik, schnellstmöglich Klarheit zu schaffen und für Planungssicherheit zu sorgen.

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"Energie muss fließen und bezahlbar bleiben, vor allen Dingen vor dem Hintergrund der immer noch spürbaren Auswirkungen der Pandemie mit aufgebrauchten Rücklagen und aufgenommen Krediten", sagte Rothkopf.

Darüber hinaus forderte der Dehoga-Regionalpräsident einen "Energierettungsschirm für den Mittelstand".

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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