Impfung bei kleinen Kindern: Apotheker erwarten Stiko-Empfehlung nur für Vorerkrankte

Düsseldorf - Der Apothekerverband Nordrhein rechnet damit, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Corona-Impfung für Kinder unter zwölf Jahren nur mit einer Vorerkrankung empfehlen wird.

Ein Kinder- und Jugendarzt impft ein junges Mädchen mit dem Corona-Impfstoff.
Ein Kinder- und Jugendarzt impft ein junges Mädchen mit dem Corona-Impfstoff.  © Fabian Sommer/dpa

"Ich gehe nicht von einer generellen Impfempfehlung der Stiko und auch nicht der Politik aus", sagte der Chef des Apothekerverbands, Thomas Preis, der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post.

Gegen Masern, Mumps und Röteln werde aus gutem Grund jedes Kind geimpft. "Doch Corona-Infektionen verursachen bei kleinen Kindern nicht so schwerwiegende Komplikationen, wie wir es von den typischen Kinderkrankheiten kennen", so Preis.

Die Zulassung der Immunisierung werde jedoch für die Kinder wichtig sein, die bei einer Infektion sehr schwere gesundheitliche Folgen zu erwarten hätten.

NRW-Gesundheitsminister Laumann: Omikron verursacht 75 Prozent der Corona-Infektionen!
Nordrhein-Westfalen NRW-Gesundheitsminister Laumann: Omikron verursacht 75 Prozent der Corona-Infektionen!

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein erwartet, dass die Stiko sich erst 2022 zu kleinen Kindern äußert.

"Wir gehen davon aus, dass eine entsprechende Stiko-Empfehlung erst im nächsten Jahr erfolgen wird", sagte ein KV-Sprecher der Zeitung.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen: