Informatik wird Pflichtfach: Großes Interesse der Lehrkräfte an Qualifikationskursen

Düsseldorf - Bevor Informatik im Schuljahr 2021/22 an allen weiterführenden Schulen schon ab der fünften Klasse Pflichtfach wird, ist das Interesse der Lehrkräfte an Qualifikationskursen groß.

In einem Projekt aus Bottrop und Oberhausen lernen Schülerinnen und Schüler zum Beispiel mit Hilfe einer Blockprogrammiersprache eine Ampelschaltung. (Symbolfoto)
In einem Projekt aus Bottrop und Oberhausen lernen Schülerinnen und Schüler zum Beispiel mit Hilfe einer Blockprogrammiersprache eine Ampelschaltung. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa

"Wir haben mehr Bewerber als wir annehmen können", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) am Montag in Düsseldorf.

Man denke über eine Ausweitung des Qualifikationsangebots nach. Pro Jahr können sich in NRW derzeit 380 Lehrerinnen und Lehrer dafür qualifizieren, um Informatik unterrichten zu können.

Gebauer betonte die Bedeutung des Schulfachs Informatik in der Digitalwelt: Es sei das Ziel, dass künftig keine Schülerinnen und Schüler die Schule ohne informatisches Basiswissen und Grundkenntnisse im Programmieren verließen.

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Gebauer und ihr für Digitales zuständige Kabinettskollege Andreas Pinkwart (60, FDP) stellten zudem einen Zwischenstand zum "Pakt für Informatik" vor, in dem Unternehmen und Schulen außerhalb des Unterrichts zusammenarbeiten.

Die Pilotphase, die vom Land NRW mit 500.000 Euro unterstützt wird, läuft von Mitte 2020 bis Mitte 2022.

In einem Projekt aus Bottrop und Oberhausen lernen Schülerinnen und Schüler zum Beispiel mit Hilfe einer Blockprogrammiersprache eine Ampelschaltung. Dadurch werden ihnen grundlegende Programmierkenntnisse vermittelt.

"Wir müssen als Gesellschaft fit sein für die Digitalisierung, und die entscheidende Grundlage dafür schaffen wir in den Schulen", sagte Ministerin Gebauer.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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