Inzidenz adé: NRW will für geplante Hospitalisierungs-Rate bundesweite Kennzahl

Düsseldorf - Bei der Suche nach einer neuen Kennzahl für die Corona-Pandemie verweist die Landesregierung weiter auf den Bund.

Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten soll künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen. (Symbolbild)
Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten soll künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen. (Symbolbild)  © Axel Heimken/dpa/Pool/dpa

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) habe bereits mehrfach gesagt, dass er eine bundesweite Kennzahl für sinnvoll erachte, sagte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf am Freitag auf Anfrage.

Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten, die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz, soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen.

Ein Vorschlag sieht vor, als Kennzahl die Zahl der zur Behandlung in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu verwenden.

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Der Schwellenwert, ab dem Gegenmaßnahmen greifen, soll unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festgesetzt werden mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der Kliniken zu vermeiden.

Hintergrund ist, dass die bisher als Hauptindikator genutzte Zahl der Neuinfektionen angesichts des Impffortschritts nicht mehr unmittelbar auf die Klinikbelastung durchschlägt, da die Krankheitsverläufe bei jüngeren und geimpften Menschen deutlich milder verlaufen.

"Die Inzidenz hat ausgedient. Um die Pandemie-Lage zu beurteilen, ist die Hospitalisierungsrate sehr viel aussagekräftiger", hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) gesagt.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa/Pool/dpa

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