Kind stirbt in Kita: Abgestellter Anhänger tödliche Fahrlässigkeit?

Lemgo - Nach dem tödlichen Unfall eines Fünfjährigen beim Spielen an einem Anhänger an einer Kita in Lemgo in Nordrhein-Westfalen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 46-Jährigen.

Bei einem tödlichen Unfall ist ein Fünfjähriger zwischen Fahrgestell und Kippvorrichtung dieses beschlagnahmten Anhängers geraten und an seinen schweren Verletzungen gestorben.
Bei einem tödlichen Unfall ist ein Fünfjähriger zwischen Fahrgestell und Kippvorrichtung dieses beschlagnahmten Anhängers geraten und an seinen schweren Verletzungen gestorben.  © Polizei Lippe/dpa

Der Mann aus dem Ort im Kreis Lippe soll den Anhänger auf dem Gelände abgestellt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Der zwei mal drei Meter große Fahrzeuganhänger mit kippbarer Ladefläche gehöre dem kirchlichen Kindergartenträger und sei auf das Grundstück gestellt worden, um Sperrmüll zu entsorgen.

Zum Zeitpunkt des Unfalls sei er noch nicht beladen gewesen. Der Anhänger wurde sichergestellt und sollte von einem Sachverständigen untersucht werden.

Der Junge hatte bisherigen Erkenntnissen der Polizei zufolge am Dienstagmittag an dem Anhänger gespielt. Er war dann zwischen der Kippvorrichtung und dem Fahrgestell des Anhängers eingeklemmt worden. Rettungskräfte konnten das Kind zwar befreien, doch es starb noch vor Ort.

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Die Obduktion des Jungen habe gezeigt, dass er an den Folgen der bei dem Unfall erlittenen Verletzungen gestorben sei.

Den Angaben des Staatsanwalts zufolge gibt es offenbar keine erwachsenen Augenzeugen des Geschehens.

Titelfoto: Polizei Lippe/dpa

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