Kita-Betreuung in NRW in Corona-Krise: Eltern warten auf Lösungen

Düsseldorf/NRW - NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat seine Aussagen zum Besuch von noch nicht betreuten Kindern in Kitas präzisiert: Die angepeilten zwei Tage im Juni seien ein "Minimum", sagte Stamp in einem Podcast der NRW-Lokalradios. Die Corona-Krise sorgt für einen Kita-Betreuungsengpass.

Joachim Stamp (49, FDP), stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, spricht während einer Pressekonferenz.
Joachim Stamp (49, FDP), stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, spricht während einer Pressekonferenz.  © Federico Gambarini/dpa

Natürlich strebe er mehr Tage an - genaueres könne man aber heute noch nicht sagen.

Stamp verwies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in diesem Zusammenhang auf den Ausfall von aktuell mehr als 20 Prozent der Fachkräfte, die zur Risikogruppe zählten - also zum Beispiel älter als 60 seien. 

"Wie weit der dritte Öffnungsschritt im Juni gehen kann, hängt davon ab, wie viele Fachkräfte dann tatsächlich arbeiten können und ob das Infektionsgeschehen es erlaubt, auch wieder größere Gruppen zu bilden", so Stamp zur dpa.

Auch den für September angekündigten eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder würde man gerne vor September erreichen - "so schnell es geht und verantwortbar ist", sagte Stamp.

"Ich trage die Verantwortung dafür, dass wir Familien und Kinder endlich entlasten, aber auch für die Sicherheit von Kindern und Mitarbeitern in den Einrichtungen. Um beides zu gewährleisten, bereiten wir auch die weiteren Schritte präzise vor."

Schutzvisiere in Kitas empfohlen

Im Podcast der Lokalradios führte Stamp dazu aus, dass man - wenn es wissenschaftliche Studien ergeben - zum Beispiel wieder größere Kita-Gruppen bilden oder Personal aus Risikogruppen unter bestimmtem Schutzmaßnahmen einsetzen könnte.

Familienminister Joachim Stamp (FDP) rät den Erzieherinnen und Erziehern in Kitas, auf Mund-Nase-Schutmasken zu verzichten. Eine Alternative seien zum Beispiel durchsichtige Visiere aus Kunststoff, sagte Stamp in einem Podcast der NRW-Lokalradios. Letztlich sei es den Trägern und dem Personal aber freigestellt, ob sie dennoch Schutzmasken einsetzen.

Da Kinder Nähe bräuchten und auch mal in den Arm genommen werden müssten, sei das Abstandsgebot in Kitas oder der Tagespflege "nicht zu halten", sagte Stamp. Daher versuche man mit Hygienekonzepten, das Risiko für das Fachpersonal zu minimieren.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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