Kita-Erzieherin unter Mordverdacht: Noch viele offene Fragen

Viersen/Mönchengladbach – Im Fall der in einer Kita in Viersen getöteten Dreijährigen hat die Stadt an die Bevölkerung appelliert, keine Gerüchte zu verbreiten - und auf Vorverurteilungen zu verzichten.

Vor der Kindertagesstätte in Viersen wurden Kerzen, Kuscheltiere und bemalte Steine abgelegt.
Vor der Kindertagesstätte in Viersen wurden Kerzen, Kuscheltiere und bemalte Steine abgelegt.  © Sascha Rixkens/dpa

"Wir verstehen, dass der schreckliche Verdacht viele Menschen bewegt. Der Umstand, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen mehr Fragen bestehen als Antworten mitgeteilt sind, trägt sicher zur Unsicherheit bei", hieß es auf der Facebook-Seite der Viersener Rathauses. 

Die Bestürzung in der Stadt sei groß, sagte ein Stadtsprecher. Die Menschen hätten begonnen, Kerzen und Kuscheltiere vor der Kita abzulegen, um ihr Mitgefühl auszudrücken.

Unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen wollten Polizei und Staatsanwaltschaft auch am Samstag zunächst keine weiteren Angaben machen. 

Am Freitag war bekannt geworden, dass es bereits am 21. April in einer städtischen Kita zu einem Notarzteinsatz gekommen war, da ein dort betreutes Mädchen nicht mehr atmete. Das Kind sei dann am 4. Mai im Krankenhaus gestorben. 

Die Ärzte hatten die Polizei eingeschaltet, weil ihnen der Fall verdächtig vorkam. Eine Obduktion hatte nach Angaben der Ermittler bestätigt, dass das Kind "durch Fremdeinwirkung zu Tode gekommen" war.

Staatsanwaltschaft macht keine Angaben zur Todesursache

Die Erzieherin war am Dienstag festgenommen worden und sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Nähere Angaben zur Todesursache machten die Ermittler nicht (TAG24 berichtete).

Ein Zusammenhang zu einer Brandstiftung in einer Kita in Viersen bestehe allerdings nicht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Samstag. Anfang der Woche war dort ein Feuer gelegt worden, das erheblichen Schaden an dem Gebäude angerichtet hatte. 

Keine Angaben machen die Ermittler dazu, ob das Feuer in der Kita gelegt wurde, in der das Verbrechen geschehen sein soll.

Titelfoto: Sascha Rixkens/dpa

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