Köln, Düsseldorf, Dortmund: Schärfere Corona-Regeln in etlichen NRW-Städten

Köln/Düsseldorf/NRW - Nach dem Andrang von Menschenmassen auf Ausflugsziele am vergangenen Wochenende werden die Städte strenger. Alle Corona-News für NRW findest Du im Live-Ticker.

Menschen in Düsseldorf am Rheinufer.
Menschen in Düsseldorf am Rheinufer.  © Jonas Güttler/dpa

An vielen Orten sind mehr Kontrollen angekündigt - vor allem in Parks und Grünanlagen. In Düsseldorf sollen Besucher in der beliebten Altstadt nicht mehr stehen bleiben oder sich hinsetzen.

In Köln und Dortmund gilt am Wochenende Maskenpflicht in einigen Parks.

Düsseldorf hat ein "Verweilverbot" für die Altstadt und das nahe Rheinufer an den kommenden Wochenenden bis zum 14. März verhängt.

Damit ist es fast den ganzen Tag über verboten, in dem Bereich länger stehen zu bleiben, sich hinzusetzen oder auf eine Wiese zu legen. Außerdem gilt eine Maskenpflicht.

Der Ordnungsdienst will das kontrollieren. Am vergangenen Wochenende waren Zehntausende auch aus dem Umland ins Zentrum von Düsseldorf geströmt.

Dortmund weitet die Maskenpflicht im Stadtgebiet aus.

Nicht nur am Phoenix-See, wo an warmen Tagen zuletzt viele Menschen unterwegs waren, sondern auch in mehreren Parks gilt ab Samstag an Wochenenden und Feiertagen zwischen 12.00 und 18.00 Uhr auf den Wegen eine Maskenpflicht. Zugleich appellierte die Stadt, Hotspots zu meiden und stattdessen zum Beispiel einen städtischen Wald zu besuchen.

"Auch die Friedhöfe werden heute von Spaziergängern zunehmend als Orte der Erholung genutzt", erklärte die Stadt. Naturschützer loben Friedhöfe schon längst als grüne Oasen.

Bonn und Aachen führen keine weiteren Corona-Maskenregeln ein

Am Aachener Weiher in Köln muss an Wochenenden jetzt Maske getragen werden.
Am Aachener Weiher in Köln muss an Wochenenden jetzt Maske getragen werden.  © Marius Becker/dpa

Auch Köln setzt auf mehr Maske: Dort gilt in mehreren Parks freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10.00 bis 22.00 Uhr eine Maskenpflicht.

Um darüber zu informieren, schickt die Stadt Fahrrad-Rikschas los, die die bei Bedarf sogar kostenlose OP-Masken verteilen.

Wo Maskenpflicht gilt, darf die Bedeckung auch zum Rauchen nicht abgenommen werden. Beim Essen und Trinken im Stehen oder Sitzen ist das aber erlaubt.

Bonn ist gegen Absperrungen und Einschränkungen.

Dadurch würde nur ein Verdrängungseffekt entstehen. In den noch zugänglichen Gebieten wären dann noch mehr Menschen unterwegs, erklärte die Stadt.

Kontrolliert wird aber auch weiter an beliebten Ausflugszielen. In der Rheinaue, dem Park am Rand des früheren Regierungsviertels, und am Rheinufer sei es zuletzt zwar voll gewesen, aber die Ausflügler hätten Abstand gehalten. "Im Zweifel Maske tragen", riet die Stadt.

Im Siebengebirge, wo schon zu Nicht-Coronazeiten die Parkplätze an Wochenenden randvoll sind, will die Stadt Königswinter die Lage genau beobachten. Voriges Wochenende hatte es Knöllchen für Falschparker gehagelt.

Auch Aachen erteilte Sperrungen eine Absage. Dies geschehe "in der Hoffnung", dass die bestehenden Regeln der Coronaschutzverordnung von den Bürgern eigenverantwortlich eingehalten würden, teilte die Stadt mit.

Am vergangenen Wochenende hatte der Ordnungsdienst an vielen Stellen Verstöße gegen das Abstandsgebot festgestellt.

Update, 9.44 Uhr: Eilantrag gegen Verweilverbot in Düsseldorf eingereicht

Gegen das "Verweilverbot" in der Düsseldorfer Altstadt und am nahen Rheinufer ist am Verwaltungsgericht ein Eilantrag eingegangen. Die zuständige Kammer will laut einem Gerichtssprecher eventuell noch am Freitag über den Antrag entscheiden.

In Düsseldorf soll um 15.00 Uhr erstmals das "Verweilverbot" in Kraft treten, wonach man in einer bestimmten Zone nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen darf.

Die Regelungen gelten auch am Samstag und Sonntag. Die Verwaltung hat bereits damit begonnen, 300 rote Schilder aufstellen, die mit dem Schriftzug "Verweilverbotszone: Bitte gehen Sie weiter" versehen sind.

Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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