Soldaten und Karstadt-Kaufhof-Mitarbeiter im Corona-Einsatz in NRW

Köln/Dortmund/NRW - In zwölf Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise - Tendenz steigend.

In zwölf Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise.
In zwölf Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise.  © Bernd Thissen/dpa

Sie unterstützen fast ausnahmslos die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten, wie ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr sagte. 

Es würden angesichts der steigenden Infektionszahlen ständig weitere Hilfsgesuche aus Kommunen und Kreisen bearbeitet und erwartet, hieß es weiter. 

Allein 40 Soldaten sind in Dortmund im Telefoneinsatz, um alle Personen zu kontaktieren, die mit einem Corona-Infizierten zu tun hatten.

Weitere laufende Einsätze dieser Art gibt es in Köln, im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis, in Bielefeld, Gelsenkirchen, Duisburg, Hagen, Remscheid und Wuppertal. 

Neu hinzugekommen sind Einsätze in Unna und Herne. Darüber hinaus unterstütze die Bundeswehr in weiteren Städten mit Lagerkapazitäten.

Insgesamt sind 15.000 Soldaten abrufbar

Die Soldaten kontaktieren vor allem Corona-Infizierte und helfen Gesundheitsämtern.
Die Soldaten kontaktieren vor allem Corona-Infizierte und helfen Gesundheitsämtern.  © Bernd Thissen/dpa

Deutschlandweit hält die Bundeswehr den Angaben zufolge 15.000 Soldaten als "helfende Hände" für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bereit. 

Wenn Kommunen bestimmte Aufgaben in der Pandemie nicht mehr mit eigenem Personal stemmen können, haben sie die Möglichkeit, die Unterstützung der Bundeswehr zu beantragen. 

In NRW ist die Bundeswehr seit Beginn der Corona-Krise rund 120 solcher Amtshilfegesuche nachgekommen.

Update, 12.05 Uhr: Auch Mitarbeiter von Karstadt Kaufhof für Nachverfolgung eingesetzt

Nach der Schließung von vielen Karstadt-Kaufhof-Filialen werden die ehemaligen Mitarbeiter für die Corona-Nachverfolgung eingesetzt.
Nach der Schließung von vielen Karstadt-Kaufhof-Filialen werden die ehemaligen Mitarbeiter für die Corona-Nachverfolgung eingesetzt.  © Bodo Marks/dpa

Mitarbeiter der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof sollen in Düsseldorf befristet im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden.

Die Stadt will das Gesundheitsamt angesichts der steigenden Infektionszahlen noch in dieser Woche um 20 zusätzliche Stellen stärken und in den kommenden Wochen weiter ausbauen, wie ein Sprecher mitteilte.

Am Wochenende hatten Hunderte Mitarbeiter der Warenhauskette in Nordrhein-Westfalen gegen die Schließung ihrer Filialen protestiert. Bis zum Ende des Monats sollen bundesweit rund 35 Galeria-Kaufhof- und Karstadt-Filialen schließen. Die meisten Filialen schlossen bereits am Samstag.

Im Dienst der Stadt sollen die Mitarbeiter künftig die Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ausfindig machen, warnen und sie auffordern, sich in Quarantäne zu begeben. Damit sollen die Infektionsketten eingedämmt und möglichst durchbrochen werden.

Wie viele Karstadt-Kaufhof-Mitarbeiter auf diese Weise weiter beschäftigt werden können, wurde nicht mitgeteilt.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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