Kulturministerin macht Druck auf Bundesregierung für Fotoinstitut in NRW

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (67, parteilos) macht Druck auf die Ampel-Bundesregierung für die Gründung des geplanten Bundesinstituts für Fotografie.

Das geplante Bundesinstitut für Fotografie wird in NRW entstehen. Umstritten ist aber, ob der Standort in Düsseldorf oder Essen sein soll. (Symbolbild)
Das geplante Bundesinstitut für Fotografie wird in NRW entstehen. Umstritten ist aber, ob der Standort in Düsseldorf oder Essen sein soll. (Symbolbild)  © Rainer Jensen dpa/lbn

"Ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Ampel das Vorhaben auch im Koalitionsvertrag verankert; das ist leider nicht geschehen", sagte Pfeiffer-Poensgen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Trotzdem erwarte ich, dass sich die neue Bundesregierung klar zu dem Projekt bekennt."

Sie wolle darüber mit der neuen Kulturstaatsministerin Claudia Roth (66, Grüne) sprechen. Nach wie vor sei sie davon überzeugt, dass ein nationales Fotoinstitut "wirklich notwendig" sei, so wie es in Marbach ja auch einen Archivort für Literatur gebe.

Das Fotoinstitut soll in NRW entstehen. Umstritten ist aber, ob der Standort in Düsseldorf oder Essen sein soll. Pfeiffer-Poensgen wollte sich nicht festlegen. "Mir geht es vor allem um das Fachliche", sagte sie. Das müsse bei der Wahl des Standortes das entscheidende Kriterium sein.

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Als Kulturministerin freue sie sich vor allem, dass das Fotoinstitut nach NRW kommen solle. "Wohin genau, das sollte zunächst inhaltlich begründet werden – von Foto-Experten, nicht von Politikern."

Pfeiffer-Poensgen ist aktuell auch Vorsitzende der Kulturministerkonferenz der Länder.

Standort Düsseldorf sieht sich im Vorteil

Düsseldorf sieht sich beim Fotoinstitut durch finanzielle Zusagen aus Landtag und Bundestag im Vorteil.

Den Standort Essen hatten eine von der früheren Kulturstaatsministerin Monika Grütters (60, CDU) eingesetzte Expertenkommission sowie eine Machbarkeitsstudie empfohlen.

In dem geplanten Bundesinstitut sollen etwa Nachlässe von Fotografinnen und Fotografen gesammelt sowie die Forschung zu Restaurierung und Konservierung vorangetrieben werden.

Titelfoto: Rainer Jensen dpa/lbn

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