Kutschaty: Wirte sollen selbst über Zugang für Ungeimpfte entscheiden

Düsseldorf - Veranstalter und Gastrobetriebe sollen nach dem Willen der SPD im Landtag selbst entscheiden können, ob sie ihre Angebote nur für Corona-Geimpfte und Genesene zugänglich machen wollen.

Der NRW-SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty (53) will die Wirte entscheiden lassen.
Der NRW-SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty (53) will die Wirte entscheiden lassen.  © Marius Becker/dpa

"Nordrhein-Westfalen muss die 2G-Regelung von Hamburg übernehmen", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty (53) am Montag.

Beim sogenannten Hamburger "2G-Optionsmodell" können Veranstalter und Wirte selbst wählen, ob sie nur Geimpfte und Genesene (2G) als Besucher akzeptieren oder auch Menschen mit einem aktuellen negativen Corona-Test (3G).

Sofern nur Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten, fallen für die Veranstalter fast alle Corona-Auflagen weg.

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Es sei nicht die Aufgabe des Staates zu entscheiden, welches Modell genutzt werde, sagte SPD-Landeschef Kutschaty.

"Wenn 2G gewollt ist und kontrolliert wird, dann muss auch das möglich sein, auch in Nordrhein-Westfalen. Und wenn 3G gewollt ist, dann muss das auch wieder mehr Abstand und weniger Teilnehmer bei einer Veranstaltung bedeuten. Nur so können wir das Infektionsrisiko reduzieren."

Das Hamburger Modell schließt Getestete aus

Eine Bedienung trägt in einem Lokal ein Tablett mit Bier. Wer nur einen Corona-Test hat, darf beim 2G-Modell nicht in die Kneipe. (Symbolbild)
Eine Bedienung trägt in einem Lokal ein Tablett mit Bier. Wer nur einen Corona-Test hat, darf beim 2G-Modell nicht in die Kneipe. (Symbolbild)  © Marc Tirl/dpa-Zentralbild/dpa

Zuvor hatte sich der nordrhein-westfälische Städtetag dafür ausgesprochen, dass der Freizeitbereich nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich sein solle - statt wie bisher auch für Getestete.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) und der Gaststättenverband Dehoga hatten sich gegen eine solche Regelung gestellt.

Die Forderung des Hamburger Modells ist Teil eines Sieben-Punkte-Programms, das die SPD im Düsseldorfer Landtag am Montag vorstellte.

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Darin forderte die Fraktion unter anderem eine Neuregelung der Quarantäne in Schulen.

Bei einem Corona-Fall soll demnach die gesamte Klasse fünf Tage in Quarantäne und nach fünf Tagen die Möglichkeit haben, mit einem negativen Test zurückzukehren.

Während der Quarantäne soll es laut Kutschaty zudem bessere digitale Angebote für Schüler und Schülerinnen geben.

Er forderte zudem eine bessere Kontrolle der 3G-Regeln, eine konsequente Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen und das Einbauen von Luftfiltern in Klassenzimmern.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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