Laschet erneuert Versprechen: Impfangebot für jeden im Laufe des Sommers, aber kein Zwang bei Kindern!

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat die Bürger zu Geduld bei den Corona-Impfungen aufgerufen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) stellte am Mittwoch unter anderem auch Sonderimpfangebote für Studenten und Studentinnen in Aussicht.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) stellte am Mittwoch unter anderem auch Sonderimpfangebote für Studenten und Studentinnen in Aussicht.  © Sebastian Gollnow/dpa

Nachdem derzeit in den Impfzentren fast ausschließlich Zweitimpfungen möglich seien, würden im Juli auch wieder Erstimpfungen ermöglicht, sagte Laschet am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Weiterhin gelte das Versprechen: "Im Laufe des Sommers wird Jeder und Jede ein Impfangebot erhalten."

Laschet stellte Sonderimpfangebote auch für Studenten und Studentinnen an den Hochschulen und Universitäten in Aussicht. Spätestens mit Beginn des kommenden Wintersemesters müsse an den Hochschulen wieder ein Regelbetrieb mit Präsenz und Studentenleben möglich sein.

Wo es notwendig sei, werde es auch gesonderte Impfangebote für Studierende geben, die keinen Hausarzt hätten.

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Trotz sinkender Corona-Neuinfektionen und des hohen Impftempos gebe es "keinen Anlass für Übermut", sagte der Unions-Kanzlerkandidat.

Deshalb solle an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen "mit geringen Einschränkungen der Freiheitsrechte festgehalten werden", sagte Laschet. "Wir sind im Endspurt." Die veränderte Situation eröffne neue Perspektiven.

Update, 13.30 Uhr: Kein Impfzwang bei Kindern

Weiter hat sich Laschet gegen jeglichen Zwang bei den Corona-Impfungen für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren ausgesprochen.

Zwar habe die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Biontech-Impfstoff für diese Altersgruppe zugelassen, sagte der Kanzlerkandidat der Union am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfehle ihn allerdings "aus gutem Grund" nur für Jugendliche mit Vorerkrankungen. Eltern sollten daher das Gespräch mit dem Kinderarzt suchen und sich beraten lassen.

"Es darf keinen Impfzwang geben, und es darf auch keinen Druck geben, gerade bei Kindern nun das Impfen unbedingt zur Pflicht zu machen", so Laschet.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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