Laschet im Flieger ohne Maske erwischt: War es ein Regelverstoß?

Düsseldorf – Ein Foto von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59) ohne Mund-Nasen-Schutz in einem Flugzeug hat für Irritationen gesorgt.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) nimmt bei einer Pressekonferenz seine Maske ab.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) nimmt bei einer Pressekonferenz seine Maske ab.  © Oliver Berg/dpa

Es zeigt ihn in seinem Sitz nach hinten umgedreht zu seinem Regierungssprecher, augenscheinlich im Gespräch - eine Maske baumelt dabei locker an einem Ohr herunter. 

Die Bild veröffentlichte die Aufnahme des CDU-Vorsitzekandidaten. Ein Fluggast habe die Szene am Mittwochabend auf einem Flug von Köln nach Berlin festgehalten, schrieb das Blatt.

Ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei erklärte dazu, Laschet habe während des genannten Fluges sowie an den Flughäfen "selbstverständlich" einen Mund-Nasen-Schutz getragen. 

"Dies wurde lediglich - entsprechend der allgemeinen AHA-Regeln und den Vorgaben der Fluggesellschaft - für einen kurzzeitigen Moment zum Verzehr von Speisen und Getränken unterbrochen." 

Unter den "AHA-Regeln" versteht man die Corona-Gebote Abstand, Hygiene und Alltagsmasken. Unmittelbar danach sei der Mund-Nasen-Schutz wieder wie vorgesehen vollständig aufgesetzt worden. Dass Laschet isst oder trinkt, ist auf dem Foto nicht zu sehen - allerdings ist auch weder zu sehen, ob etwas auf seinem Klappbrett steht noch, ob er etwas in der Hand hält.

Der Sprecher betonte: "Die Einhaltung der AHA-Regeln ist für Ministerpräsident Armin Laschet nicht nur selbstverständlich. Er sieht sie als unbedingt notwendig an."

Update, 14.49 Uhr: So reagieren die Parteien in NRW

Die Reaktionen in der NRW-Parteienlandschaft pendelten zwischen Häme und Verständnis für Laschet. "Maskenlos zielsicher rein ins nächste Fettnäpfchen", twitterte etwa die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD, Sarah Philipp. 

Der Grünen-Fraktionschef in NRW, Arndt Klocke, nahm den CDU-Mann dagegen in Schutz. 

Jeder, der derzeit viel unterwegs sein müsse, wisse, dass man zum Trinken, Essen, Naseputzen und anderen Dingen auch mal den Mund-Nasen-Schutz absetzen müsse, twitterte Klocke. "Dabei heimlich abfotografiert zu werden, ist voll daneben."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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