Laschet macht Corona-Ansage: "Wir können nicht auf Dauer alles schließen"

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) hat neue Konzepte in der Corona-Pandemie ab Januar gefordert.

Für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sind die aktuelle Corona-Konzepte auf lange Sicht nicht ausreichend.
Für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sind die aktuelle Corona-Konzepte auf lange Sicht nicht ausreichend.  © Marcel Kusch/dpa

"Noch ein weiteres Jahr wie dieses halten
Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch", so Laschet zur Rheinischen Post.

Ab Januar müssten "kluge Konzepte langfristige Perspektiven für ein Leben mit der Pandemie ermöglichen", so der Landeschef: "Mit der Zulassung des Impfstoffs sind diese Konzepte auch realistisch."

Laschet ergänzte: "Wir können nicht auf Dauer alles schließen, und der Staat bezahlt Monat für Monat Milliarden-Ausfälle. Ab dem neuen Jahr wird ein neues Modell nötig sein. Dauerhafte Schließungen und anschließende Ausgleichszahlungen machen den Staat auf Dauer kaputt."

Zum Corona-Impfstoff, der voraussichtlich ab Mitte Dezember verfügbar sein wird, würden gerade Fragen zur Kühlung und dem entsprechenden Transport geklärt, berichtete Laschet.

"Es ist eine der größten logistischen Herausforderungen, die in unserem Land in den vergangenen Jahrzehnten zu bewältigen war. 18 Millionen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich in einer bestimmten vom Nationalen Ethikrat empfohlenen Reihenfolge impfen zu lassen, bedeutet eine gewaltige Anstrengung."

Das Impfen werde uns noch das ganze Jahr 2021 beschäftigen. Laut dem Ministerpräsidenten wollen bereits Tausende in den geplanten NRW-Impfzentren helfen: "Es gibt eine große Zahl von Freiwilligen, die sich gemeldet haben, derzeit etwa 5000."

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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