Laschet-Nachfolge: NRW-CDU entscheidet erst nach der Bundestagswahl

Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische CDU will erst nach der Bundestagswahl über die Nachfolge von Landesparteichef Armin Laschet (60) entscheiden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat sich bereits festgelegt, auch im Falle eines Misserfolgs bei der Bundestagswahl in Berlin bleiben zu wollen. (Archivfoto)
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat sich bereits festgelegt, auch im Falle eines Misserfolgs bei der Bundestagswahl in Berlin bleiben zu wollen. (Archivfoto)  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

Der Landesvorstand beschloss am Montagabend in einer digitalen Sitzung, dass erst zum 23. Oktober ein Parteitag mit entsprechenden Vorstandswahlen einberufen wird. Einen Personalvorschlag machte der mitgliederstärkste deutsche CDU-Landesverband noch nicht. Die Terminierung des Landesparteitags war im Vorfeld umstritten.

Laschet, der gleichzeitig Ministerpräsident, CDU-Bundeschef und neuerdings auch Kanzlerkandidat der Union ist, hatte in der vergangenen Woche der FAZ gesagt: "Viele wollen auf einem Präsenzparteitag nach der Bundestagswahl über die Führung der Partei entscheiden, sobald die pandemische Lage dies zulässt."

Andere Christdemokraten hatten hingegen vor einer Hängepartie mit Machtvakuum gewarnt und für einen raschen Neuanfang geworben.

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Da Laschet sich bereits festgelegt hat, auch im Falle eines Misserfolgs bei der Bundestagswahl in Berlin bleiben zu wollen, braucht die CDU nicht nur einen neuen Landesparteichef, sondern nach der Bundestagswahl zunächst auch einen Interims-Ministerpräsidenten bis zur NRW-Landtagswahl im Mai 2022.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (45) gilt als aussichtsreichster Kandidat für beide Positionen. Allerdings ist der 45-Jährige in der Partei nicht unumstritten.

Hohe innerparteiliche Autorität und gute Chancen für den Chefsessel in der NRW-CDU werden auch NRW-Innenminister Herbert Reul (68) zugeschrieben.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

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