Armin Laschet will Konsens zu Karneval-Aus: Verbote kaum durchzusetzen

Köln/Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will gemeinsam mit den Karnevalsvereinen über ein Verbot von Veranstaltungen entscheiden.

Ein Mottowagen fährt im Rosenmontagsumzug in Köln mit. (Archivbild)
Ein Mottowagen fährt im Rosenmontagsumzug in Köln mit. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

"Ich will es im Konsens machen", sagte Laschet am Samstagabend im WDR-Fernsehen. Er denke, "dass wir in zwei, drei Wochen Klarheit haben", betonte der amtierende Regierungschef mit Blick auf ein coronabedingtes Verbot von Karnevalssitzungen.

Karneval sei für viele Menschen "auch ein Fest gegen die Obrigkeit", bei dem sie gerade das machten, "was der Staat nicht will", sagte Laschet. 

"Wenn dann am 11. 11. alle auf die Straße gehen und trotzdem feiern, ist es ganz schwer das durchzusetzen." Deshalb sei ein Konsens mit den Karnevalisten nötig.

Am Ende werde es "eine klare Ansage des Landes geben", sagte der Ministerpräsident. Er verwies auf die Absage der Schützenfeste in NRW im Sommer. 

Damals hätten die Vereine die Landesregierung aufgefordert, die Veranstaltungen zu verbieten, damit sie nicht auf den Kosten für Festzelte und Verträge sitzen blieben. 

"Das brauchen wir beim Karneval auch." Nur eine begrenzte Zahl von Feiernden zu den Karnevalssitzungen zu lassen, sei keine Lösung. Denn dann könnten die Vereine die Kosten nicht mehr tragen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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