Laut Studie: Neun Prozent der positiven Proben in NRW sind Corona-Mutanten

Münster - Laut einer Studie der Uniklinik Münster sind rund neun Prozent der in Nordrhein-Westfalen positiv auf das Coronavirus getesteten Proben auf die als ansteckender geltenden Virusmutanten zurückzuführen.

Rund neun Prozent der in NRW positiv auf das Coronavirus getesteten Proben sind laut einer Studie der Uniklinik Münster auf die Virusmutanten zurückzuführen.
Rund neun Prozent der in NRW positiv auf das Coronavirus getesteten Proben sind laut einer Studie der Uniklinik Münster auf die Virusmutanten zurückzuführen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes am Mittwoch mit.

Für die Studie wurde 933 Proben (Stichtag 27. Januar 2021) ausgewertet, die laut Ministerium weitestgehend als repräsentativ für die 53 Kreise des Landes gelten. Nicht alle Kreise konnten allerdings die gewünschte Anzahl von 5 bis 6 Proben pro 100.000 Einwohner liefern.

In 73 Proben wurde die englische Variante B.1.1.7 entdeckt, in fünf die Mutante aus Südafrika. Die Variante aus Südamerika ist nicht vertreten. Laut Mitteilung treten die Virusmutanten eher in den Ballungsräumen auf. Ländliche Regionen, auch die Grenzregion zu den Niederlanden, seien weniger betroffen.

Vor allem die Mutante B.1.1.7, die nach konservativen Schätzungen 35 Prozent ansteckender ist, bereitet den Virologen Sorgen.

Auch für andere Varianten wie die südafrikanische wird eine höhere Übertragbarkeit angenommen, genaue Daten dazu gibt es aber noch nicht.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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