Leverkusener Autobahnbrücke: Neubau verzögert sich weiter

Leverkusen/Düsseldorf - Der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke geht erneut in die Verlängerung und verzögert sich einem Medienbericht zufolge weiter.

Nach einem Medienbericht verzögert sich der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke erneut. Das komplizierte Ausschreibungsverfahren zieht sich in die Länge (Archivbild).
Nach einem Medienbericht verzögert sich der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke erneut. Das komplizierte Ausschreibungsverfahren zieht sich in die Länge (Archivbild).  © Oliver Berg/dpa

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger am Mittwoch berichtete, zieht sich das komplizierte Ausschreibungsverfahren noch in die Länge.

Die ursprüngliche Planung des NRW-Verkehrsministeriums war demnach, den Auftrag für den Weiterbau im vergangenen Dezember zu vergeben.

Ende Januar sollte der Weiterbau der Brücke beginnen. Dieser Plan sei jetzt aber nicht mehr zu halten, weil die beiden Bewerber um den Auftrag noch einmal neue Preisangebote vorlegen müssten.

Aus dem Ministerium hieß es dazu am Mittwoch nur, zu laufenden Vergabeverfahren dürfe man sich aus rechtlichen Gründen nicht äußern.

Um den Brückenbau bewerben sich dem Bericht zufolge ein Baukonsortium um den Stahlbauer SHG Engineering aus Hannover und ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen deutschen Bauunternehmen.

Stillstand der Baustelle seit April 2020

Die Baustelle steht seit Ende April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW dem österreichischen Baukonzern Porr gekündigt. Der Grund dafür waren laut Straßen.NRW mangelhafte Stahlbauteile, die in China hergestellt worden waren. Porr wies die Vorwürfe zurück.

Die Fertigstellung der ersten von zwei neuen Brücken über den Rhein wurde danach für Mitte/Ende 2023 geplant. Die Autobahnbrücke ist Teil des stauanfälligen Kölner Autobahnrings. Über die Brücke rollt ein großer Teil des Fernverkehrs in Richtung Belgien und Frankreich.

Allerdings ist die gut 50 Jahre alte Brücke derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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