Mehr als 115.000 Unterschriften: Volksinitiative für Artenvielfalt beschäftigt bald den NRW-Landtag

Düsseldorf - Die Volksinitiative Artenvielfalt NRW hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Nach Ansicht von Landtagspräsident André Kuper (60, CDU) erfüllt sie alle rechtlichen Voraussetzungen für eine Befassung durch das Parlament.

Die Volksinitiative fordert unter anderem Maßnahmen für naturverträgliche Landwirtschaft und mehr Artenschutz in den Städten.
Die Volksinitiative fordert unter anderem Maßnahmen für naturverträgliche Landwirtschaft und mehr Artenschutz in den Städten.  © Roberto Pfeil/dpa

Das habe die Prüfung der Unterlagen und die Zählung der Unterschriften ergeben, schrieb Kuper in einer Unterrichtung des Landtags. Am Mittwoch soll das Plenum das parlamentarische Verfahren förmlich einleiten. Die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung der Vertrauenspersonen im Landtag folgt später im Umweltausschuss.

Nach eigenen Angaben sammelten die Initiatoren mehr als 115.000 Unterschriften. Das gesetzlich vorgeschriebene Quorum für das Zustandekommen der Volksinitiative von knapp 66.000 Unterschriften wurde damit weit übererfüllt.

Die breite Unterstützung zeige, wie wichtig der Öffentlichkeit das Thema sei, teilte die Initiative am Dienstag mit. Insektensterben und Artenschwund bewegten die Menschen. Ähnlich wie beim Klimawandel spürten viele sehr genau, dass große Veränderungen im Gange und elementare Lebensgrundlagen gefährdet seien.

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Die Volksinitiative wurde von den drei großen NRW-Naturschutzverbänden Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) ins Leben gerufen.

Sie fordern unter anderem Maßnahmen gegen das Zubauen und Versiegeln der Landschaft, für naturverträgliche Landwirtschaft und mehr Artenschutz in den Städten.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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