Mehr als 17.000 Tote: Landtag plant zentrale Gedenkstunde für Corona-Opfer

Düsseldorf - Mit einer zentralen Gedenkstunde wird am 30. Juni an die Opfer der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen gedacht.

Die Gedenkfeier im Parlament soll ganz im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen stehen.
Die Gedenkfeier im Parlament soll ganz im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen stehen.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Neben Landtagspräsident André Kuper (60) und Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) werde auch die Präsidentin des NRW-Verfassungsgerichts, Barbara Dauner-Lieb (66), im Landtag sprechen, teilte ein Sprecher des Landtags am Dienstag mit.

Die Feier im Parlament stehe im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen sowie des Dankes "an die stillen Helferinnen und Helfer".

Nach früheren Angaben sollen für die Verstorbenen Kerzen angezündet werden. Als Gäste sind Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Helfer eingeladen. In NRW starben seit dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 mehr als 17.000 Menschen im Zusammenhang mit Corona. Rund 815.000 Corona-Infektionen wurden bisher im bevölkerungsreichsten Bundesland gemeldet.

NRW jetzt Inzidenz-Stufe 1: Diese Regeln gelten ab heute
Nordrhein-Westfalen NRW jetzt Inzidenz-Stufe 1: Diese Regeln gelten ab heute

"Das Leid, das die Corona-Pandemie gebracht hat, kann niemand ermessen oder beschreiben", sagte Landtagspräsident André Kuper. "Eine solche Situation hat unser Land in 75 Jahren noch nicht aushalten müssen."

Auch die Demokratie sei in der Pandemie gefordert wie nie zuvor. "Gerade jetzt möchten wir innehalten, wo Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird", sagte Kuper.

Titelfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Mehr zum Thema Nordrhein-Westfalen: