Mehr Regen als üblich: Nasser Sommer beendet vorerst die langjährige Dürre in NRW

NRW - Der nasse Sommer hat nach Expertenangaben die langjährige Dürre in Nordrhein-Westfalen vorerst beendet.

Durch die starken Regenfälle in diesem Jahr ist die langjährige Dürre in NRW vorerst beendet.
Durch die starken Regenfälle in diesem Jahr ist die langjährige Dürre in NRW vorerst beendet.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Es herrsche zurzeit kaum noch Bodentrockenheit, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Natur, und Verbraucherschutz Lanuv am Montag auf Anfrage.

Auch in den tieferen Schichten konnte das Wasserdefizit in den vergangenen Monaten fast überall ausgeglichen werden.

So zeigt der Dürremonitor des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung nur noch im Münsterland und Minden-Lübbecke einige Bereiche mit trockenem Boden oder moderater Dürre für Bodenschichten tiefer als 1,80 Meter an. In dieser Tiefe wurzeln beispielsweise viele Bäume.

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Die ungewöhnlich trockenen vergangenen drei Jahre hatten die Böden in Deutschland extrem ausgetrocknet. Ernteausfälle und Baumsterben insbesondere durch Schädlingsbefall waren die Folge.

Das regenreiche Frühjahr habe bereits dafür gesorgt, die verdichteten Böden aufzuweichen und aufnahmefähig zu machen, erläuterte die Lanuv-Sprecherin. Die Niederschläge des Sommers konnten so auch zunehmend dorthin vor als 1,80 Meter vordringen.

2020 hatten sich am Düsseldorfer Rheinufer durch die Dürre in NRW Risse am trockengefallenen Ufer des Rheins im Sand gebildet.
2020 hatten sich am Düsseldorfer Rheinufer durch die Dürre in NRW Risse am trockengefallenen Ufer des Rheins im Sand gebildet.  © Roland Weihrauch/dpa

In einer vorläufigen Sommerbilanz vermeldete der Deutsche Wetterdienst am Montag, dass in den Monaten Juni, Juli und August etwa ein Drittel mehr Regen gefallen ist als üblich. Die extremen Regenfälle im Juli hatte das verheerende Hochwasser mit vielen Toten ausgelöst.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

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