Betrugsverdacht im Testcenter: Zahlen nach der Enthüllung stark eingebrochen

Düsseldorf - Bei einem Testcenter-Betreiber, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts ermittelt, sind die gemeldeten Zahlen an Tests seit der Enthüllung der mutmaßlichen Praktiken "deutlich eingebrochen".

Nach den Enthüllungen ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts gegen den Bochumer Testcenter-Betreiber. (Symbolfoto)
Nach den Enthüllungen ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts gegen den Bochumer Testcenter-Betreiber. (Symbolfoto)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Das geht aus einem Bericht des Ministeriums für Gesundheit an den Landtag hervor. "Dies deutet durchaus auf ein tatsächlich illegales Vorgehen hin", so das Ministerium.

Die Landesregierung beruft sich auf Zahlen der Kommunen, "die gerade die in den Medien erwähnten Teststellen-Betreiber direkt genauer untersucht haben".

Ein ähnliches Absinken der Testzahlen habe es bei den landesweiten Testzahlen nicht gegeben - "sodass derzeit nicht davon auszugehen ist, dass eine große Anzahl von Teststellen bei den Zahlen in großem Umfang manipuliert hat (und dann durch die Medienberichterstattung 'kalte Füße bekommen' hatte)."

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Die ermittelnde Staatsanwaltschaft werde "seitens des Ministeriums umfassend unterstützt", heißt es in dem Bericht an den Gesundheitsausschuss des Landtags.

Vor rund einer Woche hatte der Rechercheverbund aus WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung erstmals berichtet, dass Reporter an Testzentren eines Bochumer Betreibers wesentlich weniger Kunden gezählt hatten, als abgerechnet worden seien.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Zwei Firmenverantwortliche sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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