Grausamer Mord an Unternehmer-Paar: Verdächtiger muss erneut vor Gericht

Wuppertal/Düsseldorf/NRW - Der Prozess um die Ermordung des Wuppertaler Unternehmer-Ehepaares Springmann wird am kommenden Donnerstag (27. August) teilweise neu aufgerollt. 

In dieser Villa soll das Unternehmer-Ehepaar von seinem Enkel ermordet worden sein.
In dieser Villa soll das Unternehmer-Ehepaar von seinem Enkel ermordet worden sein.  © DPA/Holger Battefeld

Der Bundesgerichtshof hatte den Freispruch für einen mitangeklagten 47-Jährigen aufgehoben und das Verfahren zur Neuauflage an das Düsseldorfer Landgericht verwiesen.

Der Mann war ein Geschäftspartner des wegen Mordes rechtskräftig verurteilten Enkels der Senioren. 

Der Enkel muss eine lebenslange Haftstrafe verbüßen. Er war mit seiner Revision vor dem BGH gescheitert (Az. 3 StR 288/19).

Ein Streit, der mit Mord endete

Christa (88) und Enno Springmann (91) waren am 19. März 2017 in ihrer Villa getötet worden. Nach Überzeugung des Wuppertaler Landgerichts tötete der Enkel seine Großeltern aus Habgier, weil sein wohlhabender Großvater seinen ausschweifenden Lebenswandel nicht weiter mit üppigen Geld- und Immobiliengeschenken unterstützen wollte.

Am Tattag sei es darüber zu einem tödlich endenden Streit gekommen, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Christa Springmann habe sterben müssen, um die erste Tat zu verdecken.

Den mitangeklagten Geschäftspartner hatte die Kammer hingegen freigesprochen. Es sei zwar erwiesen, dass der Mann zur Tatzeit im Haus der Springmanns gewesen sei, aber der Grund dafür sei unklar geblieben.

"Wir können nicht davon ausgehen, dass er etwas Strafbares zwingend getan haben muss", hatte der Vorsitzende Richter 2018 gesagt. Das Düsseldorfer Landgericht hat zahlreiche Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: DPA/Holger Battefeld

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