Nach Einbußen durch Corona: NRW-Wirtschaft nimmt 2021 wieder richtig Fahrt auf

Düsseldorf - Nach Einbußen in der Corona-Pandemie kommt Nordrhein-Westfalens Wirtschaft wieder in Fahrt. Dieses Jahr werde die Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2020 voraussichtlich um 3,5 Prozent zulegen, sagte Andreas Pinkwart (60, FDP) am Montag in Düsseldorf.

Nach Einbußen in der Pandemie kommt die NRW-Wirtschaft wieder in Fahrt. Im Vergleich zu 2020 wird die Wirtschaftsleistung geschätzt um 3,5 Prozent steigen.
Nach Einbußen in der Pandemie kommt die NRW-Wirtschaft wieder in Fahrt. Im Vergleich zu 2020 wird die Wirtschaftsleistung geschätzt um 3,5 Prozent steigen.  © Bernd Thissen/dpa

Dabei bezog sich der Wirtschaftsminister auf einen Bericht des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Im Vorjahr hatte es wegen der Pandemie ein Minus von 4,4 Prozent gegeben. "Die Konjunktur im Land Nordrhein-Westfalen nimmt wieder richtig Fahrt auf."

Vor allem die Industrie legt in diesem Jahr laut der Prognose zu. Aber auch Handel und Dienstleister blicken nach den Worten von Pinkwart optimistischer als zuvor auf das laufende Jahr. Die Nachfrage nach Produkten aus NRW habe weltweit deutlich angezogen.

RWI-Experte Torsten Schmidt sagte: "Die Lieferengpässe in einigen Bereichen zeigen, wie tiefgreifend die Corona-Krise die Wirtschaftsaktivitäten gestört hat." Sie würden die nun einsetzende Erholung aber nicht deutlich verzögern.

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Mit der konjunkturellen Erholung Hand in Hand geht die Entwicklung am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote dürfte von derzeit 7,5 Prozent auf 7,0 Prozent bis zum Jahresende sinken.

Ralf Stoffels (58), Präsident der Industrie- und Handelskammer NRW, stellte Ergebnisse einer Firmenumfrage vor und berichtete von einer positiveren Stimmung als zuvor - das liege unter anderem an den Impffortschritten und den damit verbundenen Aussichten auf bessere Geschäfte. Dennoch bleibe die Lage in den besonders von der Krise betroffenen Branchen ernst.

"Auch nach den verbesserten Öffnungsperspektiven werden diese Unternehmen noch Monate benötigen, bis klar ist, ob sie sich aus der Krise herausarbeiten können", sagte Stoffels und dürfte dabei die Lage im stationären Einzelhandel im Kopf gehabt haben. "Viele Unternehmen sind noch nicht über den Berg."

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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