Nach fieser Säureattacke auf Innogy-Manager: Belgier drohen mehreren Jahre Haft

Wuppertal - Vier Jahre ist es her, dass die Säureattacke auf den ehemaligen RWE-Manager Bernhard Günther (55) Schlagzeilen machte. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal Anklage gegen den Verdächtigen erhoben.

Der heute 55-jährige Bernhard Günther wurde vor vier Jahren das Opfer eines hinterhältigen Säureanschlags.
Der heute 55-jährige Bernhard Günther wurde vor vier Jahren das Opfer eines hinterhältigen Säureanschlags.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der ehemalige Manager war am 4. März 2018 vom Joggen auf dem Weg nach Hause, als er plötzlich von zwei unbekannten Männern mit hochkonzentrierter Säure schwer verletzt wurde.

Nun wurde von der Staatsanwaltschaft Wuppertal Anklage gegen den 41-jährigen Belgier erhoben.

Dabei verzichtete die Staatsanwaltschaft auf den Namen des Opfers. Nach Angaben der Deutschen-Presse-Agentur und weiteren Informationen aus Justizkreisen soll es sich aber tatsächlich um den heute 55-jährigen Günther handeln.

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Der gebürtige Leverkusener war zum Zeitpunkt des Anschlags Finanzchef der RWE-Tochter-Firma Innogy. Im Dezember 2020 trat Günther allerdings aus dem Unternehmen aus.

Wie das Anschlags-Opfer selbst mitteilte, gehe er bei der Tat von einem Motiv aus dem "beruflichen Umfeld" aus. Weitere Angaben machte Günther nicht.

Festnahme kurz vor Weihnachten

Fast auf den Tag genau vor vier Monaten (14. Dezember 2021) klickten in der belgischen 875.000-Einwohner-Provinz Limburg dann endlich die Handschellen. Grund: Die DNA-Spuren des 41-Jährigen wurden von Ermittlern am Tatort gefunden.

Den Mann erwartet nun eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung. Bei einer Verurteilung drohen dem Belgier zwischen drei und 15 Jahren Knast!

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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