Nach Hochwasser: Tagebau-Mitarbeiter verschollen, jetzt Probleme für Kohlekraftwerk!

Essen/Eschweiler/NRW - Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kohlekraftwerk Weisweiler und andere Standorte des Energiekonzerns RWE getroffen.

Das Kraftwerk Weisweiler von RWE kann nach dem Hochwasser nur eingeschränkt Strom produzieren.
Das Kraftwerk Weisweiler von RWE kann nach dem Hochwasser nur eingeschränkt Strom produzieren.  © Oliver Berg/dpa

Das Unternehmen schätzte die Schäden am Samstag auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Das könnten also etwa 50 Millionen Euro werden!

Die Stromerzeugung des Kraftwerks Weisweiler bei Eschweiler laufe nur mit reduzierter Kraft, teilte RWE in Essen mit.

Am Donnerstag habe der Fluss Inde bei Lamersdorf einen Deich überspült und sei in den Tagebau Inden gelaufen. Von dort wird das Kraftwerk mit Braunkohle versorgt.

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Zwar habe sich die Lage mit sinkenden Pegelständen stabilisiert. Ziel sei, Ende kommender Woche in Inden erstmals wieder Kohle zu fördern.

Es sei aber noch unklar, wann der Tagebau und die Stromerzeugung wieder in vollem Umfang arbeiten könnten.

Mann im Tagebau Inden verschollen

Im Tagebau Inden gilt ein Mann (58) als verschollen.
Im Tagebau Inden gilt ein Mann (58) als verschollen.  © Alexander Forstreuter/dpa

In der Grube war am Donnerstag ein 58-jähriger Raupenführer vom Wasser mitgerissen worden. Rettungskräfte suchten intensiv im Tagebau Inden nach ihm.

Es gebe aber keine Hoffnung mehr, ihn noch lebend zu finden, teilte RWE am Freitagabend mit.

Mit Stand Samstag waren auch RWE-Laufwasserkraftwerke in der Eifel, an Mosel, Saar und Ruhr noch abgeschaltet, wie das Unternehmen mitteilte. Nur zwei Anlagen seien in Betrieb.

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In den Tagebauen Garzweiler und Hambach sei der Betrieb dagegen nicht beeinträchtigt. Die Kraftwerke Niederaußem und Neurath produzierten Strom.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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